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Mantua Sehenswürdigkeiten: Die schönsten Orte in der Stadt der Gonzaga

Der historische Piazza delle Erbe in Mantua mit dem Palazzo della Ragione, dem Torre dell'Orologio und der Rotonda di San Lorenzo im Sonnenlicht

„Sonst kömmst du nicht mehr durch nach Mantua. Dort lebst du dann, bis wir die Zeit ersehn …“ wies Pater Lorenzo den jungen Romeo aus dem gleichnamigen Werk von William Shakespeare an.

Was für den fiktiven Charakter das ungewollte Exil für zwei, drei Tage war, erkunde ich als Tourist. Mantua liegt in der Lombardei im Norden Italiens und hat einiges zu bieten: prächtige Paläste aus der Zeit der Gonzaga, beeindruckende Kirchen, schöne Plätze und nicht zuletzt die drei Seen, die die Stadt umschließen.

In diesem Artikel zeige ich euch die schönsten Sehenswürdigkeiten von Mantua, erzähle euch von meinem Rundgang durch die Altstadt und verrate euch, ob ein Tag für die wichtigsten Highlights reicht.


Mein Tipp: Mantua habe ich als zweite Station auf meiner Norditalien-Rundreise mit dem Zug besucht. Falls ihr mehrere Städte in Norditalien miteinander kombinieren möchtet, findet ihr dort meine komplette Route inklusive Tipps zur Reise.

Mantua – eine ruhige Stadt mit großer Geschichte

Mantua, italienisch Mantova, liegt in der Lombardei im Norden Italiens. Die Stadt ist von drei künstlich angelegten Seen umgeben und wirkt dadurch fast ein wenig wie eine Insel. Gleichzeitig ist Mantua stark von ihrer Geschichte geprägt: Über mehrere Jahrhunderte bestimmten die Gonzaga als eine der einflussreichsten Familien Norditaliens das Leben der Stadt.

Unter ihrer Herrschaft entwickelte sich Mantua im 15. und 16. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum der Renaissance. Künstler wie Andrea Mantegna und Giulio Romano hinterließen hier ihre Spuren. Die historische Altstadt mit dem Palazzo Ducale, dem Castello di San Giorgio, der Basilica di Sant’Andrea und dem Palazzo Te zeugt noch heute von dieser Epoche.

Gemeinsam mit dem nahe gelegenen Sabbioneta gehört Mantua seit 2008 zum UNESCO-Welterbe. Die beiden Städte stehen beispielhaft für die städtebaulichen Vorstellungen der Renaissance.

Trotz dieser großen Geschichte habe ich Mantua bei meinem Besuch erstaunlich ruhig erlebt. Im Gegensatz zu vielen touristisch geprägten Orten Italiens hat Mantua für mich etwas angenehm Unaufgeregtes. Zwischen prächtigen Renaissancebauten und den großen Piazzas bleibt viel Raum, die Stadt einfach auf sich wirken zu lassen.

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Mantua Sehenswürdigkeiten – diese Orte solltet ihr nicht verpassen

Die meisten Sehenswürdigkeiten von Mantua liegen so dicht beieinander, dass ihr die historische Altstadt problemlos zu Fuß erkunden könnt. Rund um die Piazza Sordello und die Piazza delle Erbe reiht sich ein historisches Gebäude an das nächste. Weiter südlich liegt mit dem Palazzo Te ein weiteres Highlight, das ihr bei eurem Besuch nicht auslassen solltet.

Ich habe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Mantua während meines Aufenthalts fast ausschließlich von außen gesehen. Eine Ausnahme war das Teatro Bibiena, das mir besonders gefallen hat. Meine Auswahl folgt deshalb nicht nur den bekanntesten Bauwerken der Stadt, sondern auch den Orten, die mir bei meinem Rundgang besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Piazza Sordello, Palazzo Ducale und Castello di San Giorgio

Die Piazza Sordello ist der ideale Ausgangspunkt, um Mantua zu entdecken. Der weitläufige Platz gehört zum historischen Zentrum der Stadt und wird von beeindruckenden Gebäuden eingerahmt. Vor allem der Palazzo Ducale, der Dom von Mantua und das Castello di San Giorgio bestimmen das Bild.

Der weitläufige, gepflasterte Piazza Sordello in Mantua mit der imposanten Backsteinfassade des Palazzo Ducale, dem Torre della Gabbia und der Kuppel der Basilica di Sant'Andrea im Hintergrund.
Raum für Geschichte: Auf der weitläufigen Piazza Sordello treffen mittelalterliche Palazzi, hochragende Türme und italienisches Gelassenheitsgefühl aufeinander.

Der Palazzo Ducale war über mehrere Jahrhunderte die Residenz der Gonzaga. Dabei handelt es sich nicht um einen einzelnen Palast, sondern um einen riesigen Gebäudekomplex mit Höfen, Gärten und mehr als 1.000 Räumen. Die Gonzaga ließen ihre Residenz immer wieder erweitern und mit Kunstwerken ausstatten. Zu den bedeutendsten Künstlern, die für die Familie arbeiteten, gehörte Andrea Mantegna.

Zum Komplex gehört auch das Castello di San Giorgio. Besonders berühmt ist die dortige Camera degli Sposi, deren Fresken Andrea Mantegna zwischen 1465 und 1474 schuf. Sie gilt als eines der bedeutendsten Werke der italienischen Malerei des 15. Jahrhunderts. Besonders beeindruckend ist das illusionistische Deckengemälde: Durch den gemalten Oculus entsteht der Eindruck, als würden Figuren und Putten von oben in den Raum schauen. Für die damalige Zeit war diese perspektivische Gestaltung außergewöhnlich.

Blick über den gepflasterten Piazza Sordello in Mantua auf die helle Marmorfassade des Doms von Mantua (Cattedrale di San Pietro) und den romanischen Glockenturm unter blauem Himmel.
Der beeindruckende Piazza Sordello mit der strahlend hellen Fassade des Doms San Pietro und seinem markanten Backstein-Glockenturm.

Ich habe den Palazzo Ducale und das Castello di San Giorgio bei meinem Besuch allerdings nur von außen gesehen. Schon die Größe des Komplexes und die historische Kulisse rund um die Piazza Sordello machen deutlich, welche Bedeutung Mantua unter den Gonzaga einst hatte.

Wenn ihr euch hier etwas Zeit nehmt, lohnt sich auch ein Blick auf die anderen Gebäude rund um den Platz. Der Dom, der Bischofspalast und der Palazzo Castiglioni gehören ebenfalls zum historischen Ensemble der Piazza Sordello.

Piazza delle Erbe, Rotonda di San Lorenzo und Basilica di Sant’Andrea

Von der Piazza Sordello führt der Weg durch die Via Broletto zur Piazza delle Erbe. Für mich war dieser Platz einer der schönsten Orte in Mantua. Anders als die große und etwas monumentale Piazza Sordello wirkt die Piazza delle Erbe mit ihren Arkaden, historischen Häusern und kleinen Details viel lebendiger und gleichzeitig angenehm entspannt.

Die Piazza war schon im Mittelalter ein wichtiger Handelsplatz. Heute prägen vor allem der Palazzo della Ragione, der Uhrturm und die romanische Rotonda di San Lorenzo das Bild. Die ungewöhnliche Rundkirche stammt aus dem 11. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Umringt von so viel Geschichte lässt sich hier bestens eine Pause einlegen. Unter den Arkaden findet ihr einige Shoppingmöglichkeiten und Restaurants, die auch den Mandelkuchen Torta Sbrisolona im Angebot haben.

Ein Panoramablick auf den historischen Piazza delle Erbe in Mantua, Italien, mit dem mittelalterlichen Palazzo della Ragione (links) und dem Torre dell'Orologio (Uhrturm, Mitte) unter einem klaren blauen Himmel.
Die belebte Piazza delle Erbe ist das Herz von Mantua, gesäumt vom Palazzo della Ragione und dem ikonischen Torre dell’Orologio.

Direkt an die Piazza delle Erbe schließt die Piazza Mantegna an. Hier steht mit der Basilica di Sant’Andrea eines der bedeutendsten Bauwerke Mantuas. Leon Battista Alberti entwarf die Renaissancekirche im 15. Jahrhundert. Im Inneren wird außerdem eine Reliquie des Heiligen Blutes Christi aufbewahrt. Auch der Maler Andrea Mantegna, der am Hof der Gonzaga tätig war, fand hier seine letzte Ruhestätte.

Falls ihr keine Höhenangst habt, könnt ihr den Aufstieg in die Kuppel der Sant’Andrea wagen. Zudem soll man auch außen entlanggehen können. Die Tickets könnt ihr online vorreservieren oder am Ticketschalter in der Basilika erwerben. Persönlich ist sowas ja mein Ding, aber ich kann einfach nicht jede Attraktion mitnehmen.

Wenn ihr durch Mantua spaziert, würde ich für diesen Bereich etwas Zeit einplanen. Mir hat gerade die Kombination aus den verschiedenen Plätzen, den alten Häusern und den Arkaden gefallen. Hier bekommt ihr weniger das Gefühl, eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abzuhaken. Ihr seid einfach mitten in der Stadt.

Teatro Bibiena – klein, aber außergewöhnlich

Das Teatro Bibiena ist auf den ersten Blick vielleicht nicht die Sehenswürdigkeit, die man in Mantua ganz oben auf der Liste erwartet. Nachdem ich ein Plakat mit Fotografien der Räumlichkeiten gesehen hatte, hatte ich große Erwartungen an das Theater. Von außen wirkt das Gebäude eher unscheinbar, aber lasst euch davon nicht von einem Besuch abhalten.

Ich kann schon einmal vorwegnehmen: Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen.

Das Teatro Bibiena wurde zwischen 1767 und 1769 nach Plänen des Architekten Antonio Galli da Bibiena errichtet. Der ovale Zuschauerraum mit seinen übereinander angeordneten Logen ist typisch für das spätbarocke Theater und wirkt trotz der vergleichsweise kleinen Größe erstaunlich prachtvoll. Ihr könnt links und rechts über Treppen nach oben gehen und von dort einen Blick auf den Zuschauerraum werfen. An den Wänden gibt es außerdem zahlreiche Zeichnungen zu entdecken, die zumindest auf mich einen sehr alten Eindruck machten.

Der prunkvolle Innenraum des Teatro Bibiena in Mantua mit mehrstöckigen Holzlogen, warmem Licht und Blick auf die Zuschauerreihen
Das historische Teatro Bibiena (Teatro Scientifico): Hier gab der erst 13-jährige Mozart im Jahr 1770 ein legendäres Konzert.

Das Besondere ist aber nicht nur die Architektur. Das Theater wurde bereits kurz nach seiner Eröffnung für wissenschaftliche und musikalische Veranstaltungen genutzt. Einer der berühmtesten Besucher war Wolfgang Amadeus Mozart, der hier 1770 als Dreizehnjähriger ein Konzert gab. Genutzt wird das Teatro Bibiena auch heute noch. Bei meinem Besuch wurde das Theater musikalisch von Proben begleitet.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, hineinzugehen, macht es. Der Eintritt lag bei meinem Besuch bei unter fünf Euro.

Palazzo Te und der Parco Te

Südlich und etwas außerhalb der historischen Altstadt liegt der Palazzo Te. Er ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Mantua. Der Renaissancepalast wurde zwischen 1525 und 1535 für Federico II. Gonzaga errichtet.

Ein Panoramablick auf die halbrunde, säulengangartige Esedra-Struktur im Garten des Palazzo Te in Mantua bei Sonnenuntergang, mit einem blühenden Baum im Vordergrund und dem Hauptpalast im Hintergrund.
Die elegante, halbrunde Esedra des Palazzo Te in Mantua, ein manieristisches Meisterwerk von Giulio Romano, rahmt den weitläufigen Garten ein.

Ich habe den Palazzo Te bei meinem Besuch nur von außen gesehen. Um ehrlich zu sein, sieht man nicht viel, denn die Mauern umgeben den Garten und den quadratischen Palast. Interessanter fand ich den weitläufigen Park, der direkt neben dem Palast liegt. Heute ist der Parco Te eine große Grünanlage.

Das Gelände hat eine ungewöhnliche Geschichte, die sich erst mit dem Blick aus der Vogelperspektive oder einem Blick auf eine der kleinen Schautafeln erklärt. Hier befand sich früher eine Pferderennbahn, auf der unter anderem der berühmte Mantuaner Trabrennfahrer Mario Manfredi trainierte.

Wenn ihr euch für Renaissancekunst interessiert, lohnt sich natürlich auch die Besichtigung des Palazzo Te. Im Inneren erwarten euch unter anderem die berühmte Sala dei Giganti, die Camera di Psiche und die Sala dei Cavalli mit den Fresken von Giulio Romano. Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreisen bekommt ihr auf der Website des Palazzo Te.

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Mantua zu Fuß: Mein Rundgang für einen Tag

Mein Rundgang durch Mantua startet an meiner Unterkunft. Die lag ziemlich zentral zwischen der Piazza delle Erbe und dem Palazzo Te. Da es rund um den Palazzo Te keine weiteren großen Sehenswürdigkeiten gibt, führt mich mein erster Weg dorthin. Ich drehe eine kleine Runde im Parco Te und schlendere am Palazzo vorbei. Von außen lässt sich nicht erahnen, was für Schmuckstücke im Inneren des Palazzos warten.

Da meine Zeit in Mantua begrenzt ist, lasse ich den Besuch aus und biege in die Largo XXIV Maggio. Die führt mich an der Kirche San Sebastiano vorbei. An der Straßenkreuzung zur Via Carlo Poma lohnt sich ein Blick nach links auf die Kuppel der Kirche San Barnaba.

Renaissance-Fassade der Kirche San Sebastiano in Mantua mit Freitreppen und Säulenportal unter blauem Himmel
Die Kirche San Sebastiano (Chiesa di San Sebastiano) beeindruckt mit ihrer markanten Renaissance-Fassade.
Blick auf die Kuppel der Kirche San Barnaba an der Kreuzung zur Via Carlo Poma in Mantua
An der Kreuzung zur Via Carlo Poma lohnt sich ein Blick auf die Kuppel der Kirche San Barnaba.

Weiter geht es geradeaus zum Kreisel, an dem der Vanitas‘ Market a Mantova vor dem Torre di San Domenico stattfindet. Hier biege ich rechts in die Via Giacomo Matteotti und die nächste links in die Via Pescheria ein.

Hier ist wieder Zeit für einen Fotostopp. Von der Ponte di San Domenico, auf der die historischen Fischhallen stehen, hat man einen schönen Blick auf den Rio. Weiter geht es zum Herzstück der Altstadt – der Piazza delle Erbe, gefolgt von der Piazza Broletto. Von hier aus gehe ich links durch die Via Roberto Ardigò zum Teatro Bibiena.

Blick über den Rio-Kanal in Mantua auf die doppelstöckigen Pescherie-Loggien von Giulio Romano und den Torre dell'Orologio unter blauem Himmel.
Ein malerischer Blick auf die Pescherie di Giulio Romano und den Torre dell’Orologio (Uhrturm), die sich über dem Rio-Kanal erheben.
Blick durch die schmale, gepflasterte Via Calvi in Mantua mit farbenfrohen Gebäuden auf die große barocke Kuppel der Basilica di Sant'Andrea unter blauem Himmel.
Ein malerischer Spaziergang durch die Via Calvi in Mantua: Der Blick auf die Kuppel der Basilica di Sant’Andrea.

Mein nächster Stopp führt mich dann durch den Park Giardini di Piazza Lega Lombarda. Durch einen Zugang durch den Palazzo del Capitano stehe ich auf der Piazza Sordello.

Zwischen der Cattedrale di San Pietro Apostolo und dem Palazzo Ducale geht es weiter um das Castello di San Giorgio, bis ich auf der Umgehungsstraße der Altstadt lande. Wer mag, macht sich den Spaß und überquert die Ponte di San Giorgio. Auf der anderen Seite des Sees gibt es zwar keine weiteren Sehenswürdigkeiten, aber ich erhoffe mir einen Blick auf die „Skyline“ von Mantua. Und werde, bis auf die Straße, nicht enttäuscht.

Panorama der historischen Skyline von Mantua, Italien, mit dem Castello di San Giorgio und Kirchtürmen, gesehen über einen See mit einem Radweg im Vordergrund.
Ein malerischer Blick auf die beeindruckende Skyline von Mantua.

Ich habe noch Zeit, also geht es zurück zum Kreisel und von dort aus ein Stück an der SS10 entlang. Zwischen Stadtmauer und dem Lago di Mezzo gibt es nicht viel, also biege ich in einen der Fußgängerwege wieder in die Altstadt, laufe noch kreuz und quer durch die Seitenstraßen und erreiche wieder die Piazza delle Erbe. Den Abend lasse ich an der kleinen Landzunge am Porto Catena mit Blick auf den Lago Inferiore ausklingen.

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Mantua und die drei Seen

Mantua ist nicht nur wegen seiner Renaissancebauten interessant. Die Stadt wird von drei Seen umgeben, die einst Teil der Befestigungsanlagen waren. Lago Superiore, Lago di Mezzo und Lago Inferiore bilden heute eine grüne Kulisse rund um die historische Altstadt und machen Mantua zu etwas Besonderem.

Bei meinem Besuch habe ich allerdings keine Bootsfahrt gemacht. Dafür war die Zeit zu knapp. Im Nachhinein würde ich das anders machen.

Ihr könnt zwischen verschiedenen Bootsrouten wählen, die euch über die Seen und die Wasserwege rund um Mantua führen. Je nach Route dauern die Fahrten etwa eine bis zwei Stunden. Einige Touren verbinden die Seen auch mit den natürlichen Landschaften des Parco del Mincio.

Genaue Informationen zu den aktuellen Touren, Ablegeorten, Abfahrtszeiten und Preisen bekommt ihr auf der Website von Motonavi Andes Negrini.

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Mantua Tipps für euren Besuch

Mantua lässt sich unkompliziert auf eigene Faust erkunden. Wie viel Zeit ihr einplanen solltet, ob sich die Stadt als Tagesausflug eignet und wo ich übernachtet habe, erfahrt ihr hier.

Wie viel Zeit braucht man für Mantua?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Mantua reicht meiner Meinung nach ein Tag aus. Die historische Altstadt ist überschaubar und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Auch den Palazzo Te könnt ihr bei einem Tagesbesuch noch gut einplanen. Ich selbst hatte eine Nacht in Mantua und damit einen guten Tag zur Verfügung. Das hat für meinen Rundgang gut ausgereicht, ohne dass ich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen musste.

Wenn ihr euch einzelne Museen und Paläste auch von innen ansehen möchtet, würde ich allerdings etwas mehr Zeit einplanen. Gerade für den Palazzo Ducale und den Palazzo Te solltet ihr zusätzliche Zeit einrechnen. Auch eine Bootsfahrt auf den Seen rund um Mantua hätte ich bei einem längeren Aufenthalt gerne noch gemacht.

Mantua als Tagesausflug vom Gardasee oder von Verona?

Wenn ihr euren Urlaub am südlichen Gardasee verbringt, könnt ihr Mantua gut als Tagesausflug einplanen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen kompakt in der Altstadt und lassen sich auch bei einem Tagesbesuch zu Fuß erkunden.

Noch einen anderen Grund für einen Abstecher nach Mantua haben allerdings alle, die sich den richtigen Shakespeare-Kick geben wollen: In Romeo und Julia wird Romeo aus Verona verbannt und muss ins Exil nach Mantua.

Ich selbst würde Mantua trotzdem nicht nur als Zwischenstopp abhaken. Wenn ihr eine Nacht bleibt, habt ihr am Abend noch Zeit, durch die ruhigen Straßen zu schlendern und den Tag am Wasser ausklingen zu lassen. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reicht ein Tag aber gut aus.

Übernachten in Mantua

Ich habe eine Nacht in Mantua in den Residenze Mazzini verbracht. Die Unterkunft lag für meinen Besuch ziemlich günstig zwischen der Piazza delle Erbe und dem Palazzo Te. Dadurch konnte ich beide Bereiche bequem zu Fuß erreichen und hatte einen guten Ausgangspunkt für meinen Rundgang durch die Stadt.

Die Unterkunft selbst lag im obersten Stockwerk und war sehr ruhig. Besonders gut gefallen hat mir der tolle Blick über die Dächer der Altstadt. Alles war tipptopp sauber und hell eingerichtet. Auch sonst war vor Ort alles vorhanden, was man für einen Aufenthalt braucht.

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Lohnt sich Mantua?

Ja, ich finde, Mantua lohnt sich. Allerdings nicht unbedingt für alle, die in Norditalien möglichst viele spektakuläre Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit sehen möchten. Es sind die Kombination aus den prächtigen Renaissancebauten, den schönen Plätzen, den drei Seen und der angenehm unaufgeregten Atmosphäre, die den Reiz ausmacht. Rund um die großen Piazzas kann die Stadt erstaunlich ruhig bis fast verschlafen wirken. Genau das hat mir bei meinem Besuch aber gefallen.

Wenn ihr in Norditalien unterwegs seid und eine Stadt sucht, die etwas abseits der ganz großen Touristenströme liegt, würde ich Mantua deshalb auf die Liste setzen. Ein Tag reicht für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gut aus.

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Wart ihr schon einmal in Mantua?

Wie hat euch die Stadt gefallen und welche Sehenswürdigkeit hat euch besonders beeindruckt? Schreibt mir gerne eure Erfahrungen und Tipps in die Kommentare!

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