Rom gehört zu den beliebtesten Zielen für eine Städtereise in Europa. Die italienische Hauptstadt begeistert mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Kolosseum, dem Pantheon, dem Petersdom und dem Trevibrunnen. Gleichzeitig warten mit dem Quartiere Coppedè und den verwinkelten Gassen von Trastevere auch einige weniger bekannte Ecken darauf, entdeckt zu werden.
Ich habe Rom während meiner Weltreise besucht. Nach 21 Tagen auf See war es Zeit, das Meeresblau gegen das bunte Treiben der Großstadt einzutauschen. Während meines Aufenthalts habe ich die bekanntesten Highlights der Ewigen Stadt erkundet und viele persönliche Eindrücke gesammelt.
In diesem Reisebericht findet ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, meine persönliche Erfahrungen und praktische Tipps für euren eigenen Rom-Trip.
Rom Sehenswürdigkeiten: Die wichtigsten Highlights auf einen Blick
Rom ist vollgepackt mit historischen Sehenswürdigkeiten, die sich ideal für eine Städtereise zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden lassen. Besonders im Zentrum ballen sich die Highlights, dass ihr wirklich viel in kurzer Zeit sehen könnt.
Kolosseum
Das Kolosseum ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Roms und eines der beeindruckendsten Bauwerke der Antike. Das Amphitheater wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. erbaut und diente einst als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe. Heute gehört es zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wer das Kolosseum besichtigen möchte, sollte seine Tickets unbedingt im Voraus buchen.
Vatikanstadt & Petersdom
Die Vatikanstadt ist der kleinste Staat der Welt und gleichzeitig eines der wichtigsten religiösen Zentren. Besonders beeindruckend ist der Petersdom mit seiner riesigen Kuppel und der weitläufige Petersplatz. Auch die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle gehören zu den absoluten Highlights einer Städtereise nach Rom.
Pantheon
Das Pantheon zählt zu den am besten erhaltenen Bauwerken der römischen Antike. Besonders beeindruckend ist die riesige Kuppel mit ihrer offenen Lichtöffnung in der Mitte. Der Eintritt ins Pantheon ist mittlerweile reguliert, ein kurzer Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall.
Trevibrunnen
Der Trevibrunnen ist einer der bekanntesten Brunnen der Welt und ein absolutes Muss bei jeder Städtereise nach Rom. Die barocke Anlage zieht täglich tausende Besucher an. Der Legende nach soll eine Münze im Brunnen dafür sorgen, dass man eines Tages nach Rom zurückkehrt.
Piazza Navona
Die Piazza Navona gehört zu den schönsten Plätzen der Stadt. Besonders bekannt ist der Vierströmebrunnen von Bernini in der Mitte des Platzes. Rundherum laden Cafés und Restaurants dazu ein, das römische Stadtleben zu genießen.
Trastevere
Das Viertel Trastevere zeigt eine ganz andere Seite der Stadt. Enge Gassen, bunte Häuser und zahlreiche kleine Restaurants machen diesen Stadtteil besonders atmosphärisch. Besonders am Abend herrscht hier eine lebendige, aber entspannte Stimmung.
Rundgang durch Rom
Bevor der eigentliche Stadtrundgang beginnen konnte, ging es zunächst vom Kreuzfahrtterminal in Civitavecchia in die Stadt.
Anreise nach Rom
Am Kreuzfahrtterminal von Civitavecchia war reger Betrieb. Die ersten geführten Tourbusse setzten sich in Bewegung, während ich meinen Rucksack an der Gepäckabholstation entgegennahm.

Mit einigen anderen Leuten teilte ich mir ein Taxi in die Stadt. Der Vorteil war, dass der Fahrer mich in der Straße absetzte, in der meine Unterkunft lag. Die lag strategisch günstig direkt am Piazza del Popolo in der Innenstadt.
Am Anreisetag blieb nach dem Einchecken nicht mehr viel Zeit, um die Stadt bei Tageslicht zu erkunden. Daher ging es am nächsten Morgen früh los. Mit Kaffe im Pappbecher, handlichem Faltplan und Kamera warf ich mich ins Getümmel.
Anstatt sofort zu den großen Attraktionen zu laufen, habe ich meinen Rundgang etwas anders aufgebaut. Ich habe den Tag ruhig angehen lassen und erst mal die Vatikanstadt angesteuert.
Vatikanstadt
Ich bin mir sicher, dass jeder die Enklave kennt. Spätestens aus dem TV, wenn der Papst z. B. mit seinem Papamobil entlang der jubelnden Menschenmenge schleicht.

Von ihm war heute weit und breit nichts zu sehen. Das mag daran liegen, dass es das Wetter heute nicht so gut meint. Der Himmel ist bedeckt. Es regnet leicht. Dem Blick auf den Petersdom, von der Engelsburg aus, tut das keinen Abbruch. Je mehr ich mich dem monumentalen Gebäude nähere, desto mehr Menschen sind auf der Via della Conciliazione unterwegs.


Der Vatikan mit den vatikanischen Museen ist eine der Top Sehenswürdigkeiten. Die Tickets vorzubuchen macht selbst in der Nebensaison durchweg Sinn.
Ausblick auf Rom
Weiter geht’s in den Stadtteil Trastevere. Er ist für unter anderem für seine traditionellen Trattorias bekannt. Am Giuseppe-Garibaldi-Monument mache ich Halt. Von hier hat man eine super Aussicht auf die Stadt.

Dann geht’s langsam bergab. Der Stadtteil ist wirklich ganz schick und ehe ich mich versehe, bin ich an der Brücke zur Tiberinsel.

Das Antike Rom
Langsam wird’s Zeit für die Hauptattraktionen der Stadt.
Wenn man bedenkt, dass die Stadt 753 v. Chr. gegründet wurde, hat sie sich den Beinamen „Ewige Stadt“ mehr als verdient.



Die riesigen Anlagen, wie die Grünfläche des Circus Maximus, das Kolosseum oder das Forum Romanun liegen nicht weit auseinander. Hier lässt sich alles entspannt zu Fuß erkunden. Zwischendrin dekorieren Statuen der ehemaligen Herrscher den Weg.

Einzig am Eingang zum Kolosseum ist mehr Betrieb. Hier lohnt es sich auch, seine Eintrittskarte vorzubuchen.

Mein Tipp: Das Amphitheater von Nîmes wurde nach dem Vorbild des römischen Kolosseum gebaut. Es ist etwas kleiner, aber weniger häufig besucht.
Nicht zu vergessen ist auch ein Besuch im Pantheon mit der eindrucksvollen Rotunde. Ein Blick hinein lohnt sich auf jeden Fall!

Rom – die Stadt auf der Stadt
Dass das neue Rom über das alte Rom gebaut wurde, fällt nicht nur an den vielen Ausgrabungsstätten auf.
An der barocken Piazza Navona ist es unverkennbar. Der Platz wurde auf den Grundmauern eines antiken Stadions errichtet. Dank der eindrucksvollen Kirche Sant’Agnese in Agone und dem Vierströmebrunnen ist er ein richtiger Besuchermagnet.

Gegen die Beliebtheit des Trevibrunnen kommt der Platz allerdings nicht an. Der Trevibrunnen ist wohl der heimliche Star der Stadt. Allen Ernstes. So viele Menschen wie hier habe ich bei meinem Besuch in Rom nirgends auf einem Haufen gesehen!
Wenn wir gerade beim Thema der gefürchteten Menschenmassen in Rom sind: Platz 2 belegt für mich die Spanische Treppe.


Ansonsten kann ich nichts Schlechtes berichten. Klar sammeln sich die meisten Menschen an den Hauptsehenswürdigkeiten. Das ist in jeder Stadt so. Und auch komplett ok.
In den Seitenstraßen war dagegen teilweise wirklich wenig bis nichts los. Und hässlich sind die definitiv nicht!
Wer weiß, was sich z.B. alles unterhalb des mächtigen Viktor-Emanuelsdenkmals befindet.

Ein Tag in Rom reicht nicht, um alles zu sehen. Einen guten Überblick bekommt man aber trotz allem. Zum Abschluss des Tages habe ich der Terrazza del Pincio noch einen Besuch abgestattet. Die Aussicht auf die Piazza del Popolo kann sich durchaus sehen lassen.




Quartiere Coppedè – Das versteckte Jugendstilviertel in Rom
Bevor es für mich weiter in die Toskana geht, habe ich den zweiten Tag genutzt und mir einen der Geheimtipps in Rom angesehen.
Es gibt immer jemanden, der vor kreativen Einfällen nur so strotzt. Gino Coppedé gehörte dazu. Ihm ist ein ganzes Viertel in Roms Stadtteil Trieste gewidmet. Man müsste eher sagen, dass er es sich selbst gewidmet hat.

Der gebürtige Florentiner hat sich neben dem Designen von Möbeln auch an größere Projekte gewagt. Und zwar an sehr eigenwillige Architektur. Rund um den Fontana delle Rane (Froschbrunnen) an der Piazza Mincio könnt ihr eine Reihe von seinen Werken bestaunen.
Hier stehen der Arco dei Palazzi degli Ambasciatori (Bogen der Paläste der Botschafter) und z. B. der Palazzo del Ragno (Spinnen Haus). Im gesamten Viertel könnt ihr 17 Villen und 26 Gebäude entdecken, die er entworfen hat.


Viele seiner Gebäude sind heute Sitz von Botschaften und Firmen. Entsprechend ruhig und untouristisch geht es hier zu.
Wenn ihr bei eurer Reise nach Rom etwas Zeit habt, ist ein Ausflug ins Quartiere Coppede ein gutes Kontrastprogramm. Vom Pantheon zum Brunnen Fontana delle Rane braucht ihr zu Fuß, für die ca. 3,6 km, etwa eine dreiviertel Stunde. Schneller kommt ihr mit Bus- und Bahn voran. Dann ist die Haltestelle Buenos Aires der perfekte Ausgangspunkt.
Hoteltipp Rom
Bei Städtereisen in größere Städte bin ich gerne so nah wie möglich im Zentrum. Einfach um mir die Bus- und Bahnfahrten zu sparen. Die Zeit nutze ich lieber, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Mein Hotel in Rom lag in einer ruhigen Seitenstraße ca. 5 Gehminuten von der Piazza del Popolo entfernt. Zentraler geht es kaum. Die Zimmer waren klein, aber richtig schick eingerichtet. Das beste neben der zentralen Lage war, dass es in der näheren Umgebung kleine Supermärkte gibt.

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Mir hat Rom sehr gut gefallen. Wart ihr schonmal in der ewigen Stadt zu Besuch?
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Ein fesselnder Einblick in deine Rom-Reise! Dein Rundgang durch die Ewige Stadt ist lebendig und detailreich beschrieben. Besonders interessant finde ich deine unkonventionelle Herangehensweise, nicht direkt zu den Hauptattraktionen zu eilen, sondern die Vatikanstadt zuerst zu erkunden. Deine Empfehlungen für das Vorab-Buchen von Tickets und der Ausflug ins Quartiere Coppede verleihen deinem Bericht eine praktische Note.
Die Vielfalt der besuchten Orte, von der Tiberinsel bis zum Forum Romanum, vermittelt einen umfassenden Eindruck von Rom. Deine Tipps, wie der Vergleich des Kolosseums mit dem Amphitheater von Nîmes, sind besonders nützlich. Die Beschreibung des Quartiere Coppede als ruhiges, untouristisches Viertel bietet eine willkommene Abwechslung zum Trubel der Hauptsehenswürdigkeiten.
Insgesamt klingt dein Städtetrip nach einer gelungenen Mischung aus klassischen Highlights und versteckten Juwelen. Danke für die Einblicke und den Hoteltipp – ein perfekter Abschluss für einen Tag voller Entdeckungen in der Ewigen Stadt!
Hallo Andreas,
lieben Dank für Deinen ausführlichen Kommentar! Es freut mich sehr, dass Dir mein Blogartikel zu Rom so gut gefallen hat.
Grüße
Frauke