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Altmark & Prignitz: Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele an Elbe und Havel

Blick über die Havel und ein weißes Boot auf den Havelberger Dom St. Marien mit seiner roten Backsteingotik auf dem Hügel, unter grauem Himmel.

Zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt schlängeln sich Elbe und Havel durch eine überraschend ruhige und vielseitige Landschaft. Wer auf der Suche nach einem entspannten Reiseziel mit viel Natur, kleinen Hansestädten und idyllischen Ausflugszielen ist, dürfte sich zwischen Altmark und Prignitz schnell wohlfühlen.

Dichte Wälder, weite Elbauen, Wassersportmöglichkeiten und historische Altstädte sorgen dafür, dass hier garantiert keine Langeweile aufkommt. Welche Orte ich an meinem Wochenende zwischen Altmark und Prignitz entdeckt habe, erfahrt ihr in diesem Artikel.


Altmark und Prignitz: Natur, Hansestädte und kleine Orte entdecken

Die Regionen Altmark und Prignitz haben einiges gemeinsam. Großstädte sucht man hier vergebens. Dafür sind die Landschaften von weiten Wäldern, Wiesen und Feldern geprägt. Stundenlang kann man durch die Natur streifen, Rad fahren oder die kleinen Orte entlang von Elbe und Havel entdecken. Für Abwechslung sorgen die teils verwunschenen Ortschaften mit ihren historischen Altstädten und Fachwerkhäusern. Einige von ihnen, vor allem in der Altmark, gehörten einst sogar zum Bund der Hansestädte.

Havelberg, eine dieser historischen Hansestädte, nimmt bis heute eine besondere Rolle zwischen Altmark und Prignitz ein. Auch wenn die charmante Stadt heute zu Sachsen-Anhalt gehört, war sie ursprünglich Teil der Prignitz. Den Havelbergern scheint dieser Spagat zwischen den beiden Regionen ebenso leichtzufallen wie den Besuchern, die hier Natur, Geschichte und entspannte Kleinstadtatmosphäre erleben können.

Hansestadt Havelberg – Das Tor zwischen beiden Regionen

Hansestädte vermutet man eher an der Nord- oder Ostseeküste als an der Grenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Dank ihrer idealen Lage an der Havel und unweit der Elbe stieg die verträumte Hansestadt Havelberg einst in den Kreis der Hansestädte auf.

Havelberg Stadtinsel
Ein Spaziergang entlang der Havel-Promenade lohnt sich. Von hier hat man den perfekten Blick auf die Silhouette der Hansestadt und die imposante Sankt-Marien-Kirche.

Die Lage der Stadt ist bis heute ideal. Statt für Warentransporte ist Havelberg mittlerweile vor allem ein beliebter Knotenpunkt für Radfahrer, denn hier treffen gleich sechs Radwanderwege aufeinander.

Töpfergasse in Havelberg
Die historische Töpfergasse in Havelberg besticht durch ihren rauen Backstein-Charme und lädt zum gemütlichen Schlendern abseits der bekannten Routen ein. Ein echtes Highlight für Entdecker!

Wenn ihr über die Sandauer Brücke auf die Stadt zufahrt, habt ihr den mächtigen Dom St. Marien zu Havelberg, das Wahrzeichen der Stadt, direkt im Blick. Die Brücke führt euch auf die kleine Stadtinsel mit ihren verwinkelten und verträumten Straßenzügen. Nehmt euch ruhig etwas Zeit und spaziert am Stadtgraben entlang bis zur Dombrücke.

Biegt hinter der Brücke rechts in die Weinbergstraße ein und folgt dem Weg bergauf, bis ihr die Reste der alten Stadtmauer sowie das historische Beguinenhaus erreicht.

Dom von Havelberg mit Dombrücke
Mein Highlight-Blick auf Havelberg: Der imposante Dom St. Marien thront hoch über der Havel. Diese Aussicht am Fluss, mit dem kleinen Boot im Vordergrund, war der perfekte Start für mein Wochenende zwischen Altmark und Prignitz.
Havelberg Stadtinsel
Maritimes Flair: Blick von der Havel-Promenade auf die Stadtinsel Havelberg und den Turm der Stadtkirche Sankt Laurentius.
Weinbergstraße in Havelberg
Architektur-Charme in der Weinbergstraße: Am Fuße des Dombergs in Havelberg reihen sich historische Giebelhäuser aneinander.

Von hier aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Dom. Wer mag, kann sich im Prignitz-Museum spannende Infos zur Geschichte der Stadt, der Region und des Doms ansehen. Alternativ lohnt es sich genauso, einfach die schöne Aussicht auf den historischen Altstadtkern von Havelberg zu genießen.

Havelberg Ansicht Stadtinsel
Historische Gassen mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflaster auf der Stadtinsel von Havelberg.

Zurück in die Altstadt bin ich über den Prälatenweg gegangen, der zur Steintorbrücke und schließlich zurück zur Stadtinsel führt.

Wer Lust hat, kann sich in Havelberg auch ein Boot ausleihen und die Gegend vom Wasser aus erkunden. Einen Fahrradverleih findet ihr hier ebenfalls.

Das Haus der Flüsse in Havelberg

Das neueste Museum in Havelberg ist das „Haus der Flüsse“. Das moderne Informationszentrum wurde zusammen mit der Bundesgartenschau (BuGa) 2015 erbaut. In dem futuristischen Holzbau könnt ihr das ganze Jahr über alles über den Lebensraum Fluss und die Auenlandschaft rund um Havel und Elbe lernen.

Doch nicht nur die Ausstellung im Inneren lohnt sich: Auch das Außengelände bietet informative Schautafeln inmitten einer liebevoll angelegten Grünanlage. Über einen Holzsteg gelangt ihr zur Aussichtsplattform auf der Petroleuminsel, um die sich ein renaturierter Altarm der Havel schlängelt.

Haus der Flüsse in Havelberg
Das Informationszentrum „Haus der Flüsse“ in Havelberg bettet sich mit seiner markanten Holzarchitektur in die umliegende Naturlandschaft ein.

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Prignitz: Die schönsten Sehenswürdigkeiten & Ausflugsziele

Die Prignitz überrascht mit einer abwechslungsreichen Mischung aus unberührter Natur, historischen Kleinstädten und außergewöhnlichen Ausflugszielen. Zwischen Elbe, Havel und weiten Wiesenlandschaften warten idyllische Orte, alte Wasserburgen und sogar eine beeindruckende Binnendüne darauf, entdeckt zu werden. Gerade für ein entspanntes Wochenende abseits der großen Touristenströme ist die Region perfekt geeignet.

Binnendüne Quitzöbel: Eine überraschende Dünenlandschaft in der Prignitz

Der feinsandige Waldweg am Ortsausgang von Quitzöbel lässt bereits erahnen, was sich zwischen den Kiefernwäldern verbirgt. So recht wollte ich meinen Augen nicht trauen, als ich plötzlich am Fuß der Binnendüne stehe.

Zwar kann die Binnendüne Quitzöbel längst nicht mit den gewaltigen Dünen der Kurischen Nehrung in Litauen mithalten, doch sie ist deutlich größer, als ich es mitten in der Prignitz erwartet hätte.

Binnendüne Quitzöbel
Blick auf die beeindruckende Sandkuppe der Binnendüne Quitzöbel nahe der Elbe bei strahlendem Sonnenschein.
Binnendüne Quitzöbel
Binnendüne bei Havelberg (Sachsen-Anhalt): Eine einzigartige Biotoplandschaft mit offener Sandheide und Kiefernwald unter dramatischen Wolkenformationen.

Havelmündung bei Quitzöbel: Wo die Havel in die Elbe fließt

Nicht weit von der Binnendüne entfernt verläuft ein Teilstück des beliebten Elberadwegs. Wer die gesamte Strecke des rund 1.270 Kilometer langen Fernradwegs mit dem Fahrrad erkunden möchte, sollte etwa zwei Wochen einplanen. Der Abschnitt zwischen Havelberg und der Wehrbrücke Quitzöbel eignet sich dagegen wunderbar für eine Wanderung oder einen entspannten Spaziergang.

Der Weg führt entlang des Deichs und bietet immer wieder herrliche Ausblicke auf die Elbtalaue sowie auf die Mündung der Havel in die Elbe. Gerade die weite Landschaft macht diesen Abschnitt in der Prignitz besonders reizvoll.

Havellandschaft
Naturidylle pur: Die weite Flusslandschaft der Havel besticht durch ihre Ruhe und die markanten Baumkronen, die sich an windstillen Tagen perfekt im Wasser spiegeln.

Wenn ihr hier wandert oder radelt, solltet ihr die Augen offen halten. Mit etwas Glück entdeckt ihr Rehwild auf den Wiesen entlang des Deichs. Ab Oktober beginnt außerdem die Hauptsaison der Zugvögel, wenn zahlreiche Wildgänse in der Elbtalaue Rast machen. Das ist ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Sonnenuntergang am Deich bei Klein Werben
Farbenpracht an der Havel: Ein malerischer Sonnenuntergang taucht die weite Flusslandschaft der Prignitz in ein traumhaftes, warmes Abendlicht.
Abendstimmung an der Havel mit Nebel
Magischer Tagesausklang: Wenn am Abend der Nebel über den Havelwiesen aufsteigt, zeigt sich die Naturlandschaft in der Prignitz von ihrer besonders friedlichen Seite.

Rühstädt: Das berühmte Storchendorf in der Prignitz

Ab April herrscht im idyllischen Ort Rühstädt Hochbetrieb. Während dieser Zeit bevölkern alljährlich zahlreiche Weißstörche die Dächer des Dorfes, während schaulustige Besucher durch die Straßen des kleinen Ortes ziehen.

Storchennester Rühstädt - Prignitz
Typisches Prignitzer Ortsbild: In Rühstädt teilen sich oft mehrere Nachbarhäuser die begehrten Nistplätze, sodass man beim Blick durch die Straßen fast immer gleich mehrere Storchennester auf einmal entdeckt.
Turm mit Storchennest - Rühstädt
Ein markanter, alter Turm in Rühstädt dient heute als stabiler Brutplatz für die Prignitzer Störche.
Infotafel Storchendorf Rühstädt - Prignitz
Spannende Storchen-Chronik: Liebevoll gepflegte Holztafeln die genauen Ankunfts- und Abflugszeiten sowie den Bruterfolg der jeweiligen Storchenpaare über die Jahre dokumentieren.
Altes Bauernhaus mit Storchennest - Rühstädt
Historischer Charme im Storchendorf: Eine alte Fachwerkscheune in Rühstädt mit einem großen Nest auf dem Dach.

Seit 1970 helfen die Dorfbewohner dem alljährlichen Naturschauspiel mit Nisthilfen auf die Sprünge. Mit großem Erfolg: Die Störche nehmen die künstlichen Nistplätze so gut an, dass Rühstädt seit 1996 offiziell den Titel „Europäisches Storchendorf“ tragen darf.

Mittlerweile brüten hier jedes Jahr rund 35 bis 40 Storchenpaare. Grund genug für den NABU, ein Besucherzentrum zu errichten, in dem man sich ganzjährig über Brutpflege, Revierverhalten und das Leben der Weißstörche informieren kann.

Storchennester in Rühstädt
Hier ist der Name Programm: Große Backsteinscheunen in Rühstädt bieten mit ihren langen Dächern Platz für gleich mehrere Storchennester nebeneinander und machen das Dorf zu einem wahren Paradies für die Zugvögel.
Häuser im Storchendorf Rühstädt
Ländliche Idylle in der Prignitz: Neben den berühmten Storchennestern prägen liebevoll gepflegte, farbenfrohe Vorgärten und die typische Backsteinarchitektur das charmante Ortsbild von Rühstädt.

Ab August verlassen die Störche nach und nach wieder die Prignitz und mit ihnen auch die meisten Touristen. Dann fällt Rühstädt langsam zurück in eine fast märchenhafte Ruhe. Wer den Ort außerhalb der Hauptsaison besucht, findet vor allem dörfliche Stille, verlassene Storchennester und Schautafeln mit historischen Bildern zur Geschichte des Dorfes.

Storch im Nest auf einem Dach
Berühmte Untermieter: Im europäischen Storchendorf Rühstädt in der Prignitz gehören die riesigen Nester auf den Dächern und Schornsteinen fest zum sommerlichen Ortsbild.
Wassertrum in Rühstädt mit Storchennest
Baukunst trifft Natur: Der historische Wasserturm im Schlosspark von Rühstädt ist nicht nur ein architektonischer Hingucker, sondern dient den Prignitzer Störchen auch als exklusiver Nistplatz.

Plattenburg in der Prignitz: Deutschlands älteste Wasserburg

Plattenburg in Kletzke
Mittelalterliche Perle in der Prignitz: Die geschichtsträchtige Plattenburg gehört zu den ältesten erhaltenen Wasserburgen Norddeutschlands.

Eine ganze Gemeinde in der Prignitz teilt sich ihren Namen mit einer beeindruckenden historischen Wasserburg. Die Plattenburg gilt heute als älteste erhaltene Wasserburg Deutschlands und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg bereits im Jahr 1319. Seitdem diente die Plattenburg unter anderem als Sommerresidenz, Wohnsitz und später sogar als Ferienlager.

Heute ist die Wasserburg vor allem eine beliebte Hochzeitslocation. Das überrascht kaum, denn die Plattenburg liegt mitten im Grünen und wirkt mit ihren alten Mauern und dem Wassergraben ausgesprochen romantisch.

Perleberg – Sehenswürdigkeiten und Altstadt der Rolandstadt

Rolandstatue Perleberg
Wahrzeichen der Stadtgeschichte: Die historische Rolandstatue auf dem Großen Markt in Perleberg gilt als Symbol für die städtischen Rechte und Freiheiten der alten Hansestadt in der Prignitz.

Ritter Roland hat in vielen Städten Deutschlands seinen Platz gefunden. In Perleberg steht die bekannte Rolandstatue – wie so oft – mitten auf dem Marktplatz unweit des historischen Rathauses.

Bei meinem Besuch zeigt sich Perleberg fast menschenleer. Viel Betrieb herrscht in dem kleinen, charmanten Altstadtkern, der von der Stepenitz umgeben wird, nicht. Außer mir streifen nur wenige Besucher durch die ruhigen Straßen der Innenstadt.

Gerade diese Ruhe macht den besonderen Charme der Stadt aus. Zwischen historischen Gebäuden, kleinen Gassen und liebevoll restaurierten Fassaden wirkt Perleberg angenehm entschleunigt. Wer keine spektakulären Sehenswürdigkeiten erwartet, sondern lieber gemütlich durch eine stille Kleinstadt schlendert, dürfte sich hier schnell wohlfühlen.

Kirchplatz in Perleberg
Historischer Charme in der Prignitz: Die malerische Häuserzeile an der Ostseite des Großen Marktes in Perleberg beeindruckt mit einer Mischung aus liebevoll restauriertem Fachwerk und verzierten Renaissance-Giebeln.

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Die schönsten Sehenswürdigkeiten in der Altmark

Die Altmark wirkt vielerorts fast wie aus der Zeit gefallen. Kleine Hansestädte, weite Elbauen und ruhige Dörfer prägen die Landschaft entlang der Elbe. Gerade wer historische Altstädte, Natur und entspannte Ausflugsziele abseits großer Touristenströme sucht, dürfte sich hier schnell wohlfühlen.

Mit der Fähre Werben über die Elbe bei Räbel

Um von Havelberg nach Werben zu gelangen, ist die Fähre bei Räbel mit Abstand die schönste und schnellste Lösung. Vom Fußgänger bis zur Erntemaschine schippert der Fährmann hier nahezu alles über die Elbe.

Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, bietet unterwegs aber wunderschöne Ausblicke auf die Elbtalaue und die weite Flusslandschaft. Haltet eure Kamera also besser griffbereit, falls ihr unterwegs ein paar Bilder machen möchtet.

Fähre Werben Räbel
Wichtige Flussquerung in der Altmark: Die Gierseilfähre Werben–Räbel verbindet die Hansestadt auf dem Wasserweg mit dem gegenüberliegenden Elbufer in Richtung Havelberg.

Hansestadt Werben: Fachwerk und Geschichte in der Altmark

Deutschlands kleinste Hansestadt Werben ist wirklich ein schnuckeliger Ort, den ich vermutlich nie besucht hätte, wenn mir nicht irgendwann ein Bild des historischen Stadttors begegnet wäre. Heute ist es das letzte der ehemals fünf Stadttore der Altstadt. Sehenswert ist es aber allemal.

Stadttor in Werben - Altmark
Das beeindruckende Elbtor in Werben (Elbe) gehört zu den letzten erhaltenen Teilen der mittelalterlichen Befestigungsanlage und zeugt im typischen Backsteinstil von der langen Geschichte der Hansestadt.

Was sofort bei einem Stadtbummel durch Werben auffällt, sind die vielen Fachwerkhäuser, die sich Straße für Straße aneinanderreihen. Einige der Gebäude haben definitiv schon bessere Zeiten gesehen, allerdings tut das der Schönheit des Ortes keinen Abbruch.

Salzkirche in Werben - Altmark
Geschichtsträchtiges Ensemble: Die spätgotische Salzkirche in Werben (Elbe) prägt gemeinsam mit den benachbarten Fachwerkhäusern das historische Stadtbild.

Viele der Fachwerkhäuser stammen aus der Biedermeierzeit. Genau daraus haben die Werbener etwas Besonderes gemacht. Zur Adventszeit verkleiden sich zahlreiche Einwohner im historischen Biedermeierstil und verwandeln den Platz rund um die mächtige St. Johanniskirche zu Werben in einen Weihnachtsmarkt wie aus einer anderen Zeit.

Jedes Jahr findet der Weihnachtsmarkt im Biedermeierstil am dritten Adventswochenende statt. Samstags und sonntags könnt ihr hier bei Zimtwaffeln, Adventsmusik mit Akkordeon und Leierkasten sowie vielen kleinen Ständen in vergangene Zeiten eintauchen. Besonders schön sind die sogenannten Guckhäuser und die historischen Kostüme, die die Atmosphäre des Marktes perfekt unterstreichen.

Ein Paar im Biedermeierstil
Zeitreise in die Altmark: Beim traditionellen Biedermeier-Weihnachtsmarkt in Werben (Elbe) erwacht die historische Kulisse durch stilechte Kostüme zum Leben.
Verkaufsstand auf dem Biedermeierweihnachtsmarkt
Stimmungsvolles Markttreiben im Schneegestöber: Vor der Kulisse der altehrwürdigen St.-Johannis-Kirche in Werben (Elbe) laden die historischen Stände zum Stöbern ein.

Auch außerhalb der Adventszeit finden in Werben immer wieder Veranstaltungen im Biedermeierstil statt, deren Einnahmen dem Erhalt der historischen Altstadt zugutekommen.

Straße mit Fachwerkhäusern in Werben
Historisches Kleinod in der Altmark: Die von alten Fachwerkhäusern gesäumte Seehäuser Straße im geschichtsträchtigen Werben (Elbe).

Mein Tipp: Falls ihr Werben an einem ruhigeren Tag besucht und gerade kein Fest stattfindet, schaut unbedingt im Café Lämpel vorbei. Dort könnt ihr euch bei Kaffee und Kuchen eine kleine Pause in passender Biedermeieratmosphäre gönnen.

Tangermünde: Die schönste Hansestadt der Altmark?

Dort, wo die Tanger in die Elbe mündet, wacht bis heute eine mächtige Burganlage samt gut erhaltener Stadtmauer über die historische Altstadt von Tangermünde. Kaum zu glauben, dass große Teile der Stadt beim Stadtbrand von 1617 fast vollständig zerstört wurden.

Damals wurde das Mädchen Grete Minde für das Feuer verantwortlich gemacht. Bis heute ranken sich zahlreiche Geschichten um ihre Person, die sie wohl zur bekanntesten Einwohnerin Tangermündes gemacht haben.

Burg und Stadtmauer Tangermünde - Altmark
Blick vom Elbufer auf die mittelalterliche Kulisse der Hansestadt Tangermünde mit der historischen Stadtmauer, dem Roßfurter Tor und dem hoch aufragenden Kapitelturm.

Der Platz vor dem Rathaus verbindet die breiten Hauptstraßen der Altstadt miteinander. Vor allem zwischen der Langen Straße und der Kirchstraße macht das Schlendern durch Tangermünde richtig Spaß. Die historischen Häuser sind liebevoll restauriert und zwischendurch laden immer wieder kleine Plätze und Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein.

Tangermünde ist einfach eine richtig schöne Stadt und zurecht einer der beliebtesten Ausflugsorte der Altmark. Etwas ruhiger geht es in den kleineren Parallelstraßen zu. Dort prägen eher kleine Fachwerkhäuser als die großen historischen Backsteinbauten das Stadtbild.

Fachwerkhäuser und Eulenturm in Tangermünde - Altmark
Blick durch die historische Schäferstraße in Tangermünde hinauf zum spätgotischen Eulenturm, einem markanten Teil der alten Stadtbefestigung.

Mein persönlicher Favorit ist das reich verzierte Neustädter Tor am Ende der Kirchstraße. Heute dient es als Zufahrt zur Altstadt, wirkt mit seinen Verzierungen aber fast wie ein kleines Stadtschloss. Gleich um die Ecke befindet sich außerdem ein uriges Restaurant, in dem ihr das lokale Kuhschwanzbier in rustikaler, fast mittelalterlicher Atmosphäre probieren könnt.

Am anderen Ende der Altstadt geht es deutlich ruhiger zu. Rund um die Burg Tangermünde laden ein kleiner Schlosspark und die Aussicht auf die Elbe zu einem entspannten Spaziergang ein. Einen besonders schönen Blick über die Dächer der Stadt habt ihr vom rund 50 Meter hohen Kapitelturm, den ihr gegen einen kleinen Eintritt besteigen könnt.

Neustädter Tor in Tangermünde - Altmark
Das imposante Neustädter Tor gehört zu den prächtigsten Stadttoren der Altmark und zeugt von der reichen Geschichte Tangermündes als Hansestadt.
Kapitelturm auf der Burg Tangermünde - Altmark
Blick auf den markanten Kapitelturm auf dem Gelände der historischen Burg Tangermünde, der heute als Aussichtsturm einen weiten Blick über die Elbe bietet.

Arneburg: Aussichtspunkt und Ausflugsziel an der Elbe

Ganz unscheinbar liegt die kleine Stadt Arneburg auf halber Strecke zwischen Werben und Stendal direkt an der Elbe. Gerade deshalb lohnt sich ein kurzer Stopp und ein kleiner Rundgang durch den historischen Ortskern.

Kirche und Fischerbrunnen in Arneburg
Der historische Fischerbrunnen auf dem Kirchplatz in Arneburg, überragt vom markanten Turm der Stadtkirche Sankt Georg.

Am Gänselieselbrunnen auf dem weitläufigen Platz an der Breiten Straße startet mein Spaziergang durch Arneburg. Von dort geht es zunächst Richtung Elbe zur Stadtkirche St. Georg und weiter zum Fischerbrunnen. Spätestens hier merkt man, wie ruhig und angenehm die kleine Altstadt wirkt.

Besonders gut gefallen hat mir die geschwungene Burgstraße mit ihren niedrigen Häusern, die sich dicht an dicht aneinanderreihen und fast ein wenig an vergangene Zeiten erinnern.

Burgstraße in Arneburg
Idyllisches Straßenbild: Die historische Burgstraße in Arneburg besticht durch ihre charmanten niedrigen Wohnhäuser und farbenfrohen Fensterläden.
Aussicht in Arneburg
Blick von der Arneburger Burgebene auf die weite Elblandschaft, den Sportboothafen und den idyllisch gelegenen Wohnmobilstellplatz direkt am Flussufer.

Die schönste Aussicht auf die Elbe und das weite Elbtal hat man von der Aussichtsplattform bei der Burggaststätte Arneburg. Von der ehemaligen Burganlage und ihrer Festung ist heute zwar kaum noch etwas erhalten, dafür lädt das Gelände mittlerweile als kleiner Park zu einem entspannten Spaziergang ein.

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Übernachten in der Altmark und Prignitz: Ferienhaus-Tipp in der Elbtalaue

Die gesamte Region rund um Altmark, Prignitz und Elbtalaue ist besonders bei Radfahrern und Natururlaubern beliebt. Gerade in den Sommermonaten kann es deshalb schnell passieren, dass viele Unterkünfte früher ausgebucht sind, als man zunächst vermuten würde.

Ich hatte Glück und konnte kurzfristig ein ganzes Ferienhaus für das Wochenende buchen. Die Lage im kleinen Ort Quitzöbel war perfekt für alle, die absolute Ruhe und eine Unterkunft mitten in der Natur suchen.

Ich habe mich dort wirklich wohlgefühlt und selten in einem so bequemen Bett geschlafen. Deshalb kann ich euch die Unterkunft guten Gewissens weiterempfehlen.

Weitere Infos und Preise auf airbnb.de: Ferienhaus in der Elbtalaue

Ferienwohnung Elbtalaue
Ländliche Idylle in Quitzöbel: Ein charmantes Ferienhaus im Dorfzentrum mit Blick auf den historischen Kirchturm.

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Häufige Fragen zur Altmark und Prignitz

Wie viele Tage sollte man für Altmark und Prignitz einplanen?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zwischen Havelberg, Werben und Tangermünde reicht bereits ein verlängertes Wochenende aus. Wer zusätzlich noch Wanderungen, Radtouren oder weitere Ausflugsziele in der Elbtalaue entdecken möchte, sollte eher drei bis vier Tage einplanen.

Lohnt sich die Region für einen Fahrradurlaub?

Definitiv. Vor allem entlang von Elbe und Havel verlaufen zahlreiche gut ausgebaute Radwege durch die Elbtalaue. Besonders beliebt ist der Elberadweg, der viele Orte in der Altmark und Prignitz miteinander verbindet.

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Entschleunigte Tage zwischen Altmark und Prignitz

Ein Wochenende zwischen Altmark und Prignitz fühlt sich vielerorts angenehm entschleunigt an. Statt großer Sehenswürdigkeiten oder überlaufener Innenstädte erwarten euch hier ruhige Hansestädte, weite Elbauen, kleine Fachwerkorte und überraschend viel Natur.

Gerade die Mischung aus historischen Altstädten wie Tangermünde oder Werben, den stillen Landschaften entlang von Elbe und Havel und Orten wie dem Storchendorf Rühstädt macht den Reiz der Region aus. Vieles wirkt hier noch ursprünglich und unaufgeregt. Genau das hat mir an der Reise besonders gefallen.

Wer gerne kleine Städte entdeckt, an Flussufern spazieren geht oder mit dem Fahrrad durch ruhige Landschaften fährt, dürfte sich in der Altmark und Prignitz schnell wohlfühlen. Für mich war das Wochenende auf jeden Fall eine schöne Erinnerung daran, dass man nicht immer weit reisen muss, um neue Ecken zu entdecken.

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Habt ihr der Region Altmark und Prignitz schon einmal einen Besuch abgestattet?
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7 Kommentare

  1. danke für die Empfehlung und die schönen Bilder, wir waren mit unserem Tandem in Havelberg, kaum Urlauber, schöne Altstadt, gute Unterkunft

    Wer mit Bahn & Rad anreisen will, sollte dies von Wittenberge aus auf der rechten Seite der Elbe über Werben machen, ist die schönere und entspanntere Strecke.

  2. Huhu Frauke,
    mit großer Freude habe ich deinen Artikel über Havelberg gelesen. Respekt und Dankeschön für das Engagement mit den vielen Fotos. Sehr aufwändig!

    Gerne würde ich dieses fotografierte Düne auffinden. Kannst du zufällig die Geodaten heraussuchen?

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