Jedes Land hat seine Eigenheiten, die man am besten kennt, bevor man selbst dort unterwegs ist. Auf meiner vierwöchigen Sri-Lanka-Rundreise hatte ich einige Aha-Erlebnisse – vom öffentlichen Bus mit Discofeeling bis zum etwas ungewöhnlichen Kopfschütteln.
Ein paar dieser Dinge hätte ich vorher gerne gewusst. Deshalb habe ich meine persönlichen Sri-Lanka-Reisetipps für euch gesammelt: Was solltet ihr vor der Reise wissen, wie funktioniert die Fortbewegung vor Ort und was erwartet euch im Alltag?
Inhaltsverzeichnis
Was ihr vor eurer Reise wissen solltet
Wie funktioniert das Reisen vor Ort?
Essen & Trinken
Kleidung
Buddha
Sehenswürdigkeiten auf Sri Lanka
Internet
Kopfschütteln
Was ihr vor eurer Reise wissen solltet
Bevor ihr eure Reise nach Sri Lanka startet, gibt es ein paar Dinge, die ihr besser schon zu Hause klärt. Dazu gehören neben der Einreise auch die beste Reisezeit, das Thema Sicherheit und die Frage, wie ihr vor Ort am besten an Geld kommt.
Einreise und Visum für Sri Lanka
Für eure Sri-Lanka-Reise braucht ihr als deutsche Staatsangehörige eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA). Diese könnt ihr vor der Reise online beantragen. Seit dem 25. Mai 2026 ist die touristische ETA für deutsche Staatsangehörige bei einem Aufenthalt von bis zu 30 Tagen kostenlos.
Mit der ETA könnt ihr bis zu 30 Tage in Sri Lanka bleiben. Eine Kopie der Einreisegenehmigung solltet ihr für die Einreise griffbereit haben. Euer Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Außerdem solltet ihr ein Rück- oder Weiterflugticket und ausreichende finanzielle Mittel für euren Aufenthalt vorweisen können.
Weitere Informationen zu Visum und Einreise findet ihr in den FAQ der Botschaft von Sri Lanka.
Beste Reisezeit für Sri Lanka
Die beste Reisezeit für Sri Lanka hängt davon ab, welche Regionen ihr bereisen möchtet. Während an der Süd- und Westküste vor allem von Dezember bis März gute Bedingungen herrschen, eignet sich für die Ostküste eher die Zeit von April bis September. Auch für eine Rundreise solltet ihr das bei eurer Planung berücksichtigen.
Wir waren während unserer Reise in verschiedenen Regionen Sri Lankas unterwegs und haben dabei gemerkt, wie unterschiedlich das Wetter auf der Insel sein kann. Deshalb würde ich nicht allein nach einer allgemeinen „besten Reisezeit für Sri Lanka“ planen, sondern die Route und die Reisezeit aufeinander abstimmen.
Ist Sri Lanka sicher?
Ja, grundsätzlich könnt ihr Sri Lanka gut individuell bereisen. Wir haben uns während unserer Reise meist sicher gefühlt und hatten keinen Anlass, unsere Reisepläne wegen Sicherheitsbedenken zu ändern. Trotzdem solltet ihr euch vor jeder Reise über die aktuelle Lage informieren und unterwegs ein gesundes Maß an Vorsicht walten lassen.
Wie überall auf Reisen gilt: Zeigt nicht unnötig, was ihr dabeihabt, und lasst teuren Schmuck oder die große Kamera nicht ständig auffällig zur Schau stellen. Von Demonstrationen und politischen Veranstaltungen haltet ihr euch als Reisende am besten einfach fern. Im Straßenverkehr solltet ihr besonders aufmerksam sein. Gerade Busse, Tuk Tuks und andere Verkehrsmittel fahren teilweise deutlich anders, als ihr es aus Deutschland gewohnt seid.
Beachtet außerdem, dass sich die Sicherheitslage und Reisehinweise jederzeit ändern können. Schaut deshalb vor eurer Abreise noch einmal in die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts.
Für uns war Sri Lanka jedenfalls kein Reiseziel, bei dem wir uns ständig Sorgen machen mussten. Ein bisschen Umsicht gehört aber, wie eigentlich bei jeder Reise, dazu.
Geld und Bezahlen in Sri Lanka
Die Landeswährung in Sri Lanka ist die Sri-Lanka-Rupie (LKR). In Hotels, größeren Restaurants und Geschäften könnt ihr häufig mit Kredit- oder Debitkarte bezahlen. Für Tuk Tuks, kleine Restaurants, Märkte und kleinere Geschäfte solltet ihr aber immer etwas Bargeld dabeihaben. Gerade außerhalb der größeren Orte ist Kartenzahlung nicht überall möglich.
Geld könnt ihr mit internationalen Karten an vielen Geldautomaten abheben. Verlasst euch dabei aber besser nicht auf eine einzige Karte und habt für alle Fälle eine zweite Zahlungsmöglichkeit dabei. Praktisch sind außerdem kleinere Scheine, beispielsweise für Busfahrten, Tuk Tuks oder kleine Einkäufe.
Mein Tipp: Bevor ihr nach Sri Lanka reist, informiert euch bei eurer Bank über die Gebühren für Auslandseinsatz und Bargeldabhebungen und prüft, ob eure Karten für internationale Zahlungen freigeschaltet sind.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Wie funktioniert das Reisen vor Ort?
Wie kommt man in Sri Lanka am besten von A nach B? Diese Frage stellt sich wohl bei jeder Rundreise. Neben einem Mietwagen oder einem privaten Fahrer habt ihr natürlich noch weitere Möglichkeiten.
Ich war in Sri Lanka ausschließlich mit Bus, Bahn und Tuk Tuk unterwegs und kann deshalb auch nur aus eigener Erfahrung über diese drei Fortbewegungsmittel berichten. Genau die haben allerdings für einige interessante Erlebnisse gesorgt.
Tuk Tuk
Die dreirädrige Autorikscha, kurz Tuk Tuk, gehört in Sri Lanka einfach zum Straßenbild. Für längere Fahrten bietet sich das Tuk Tuk allerdings nicht unbedingt an – es sei denn, ihr habt viel Zeit. Schließlich liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit bei etwa 35 km/h.

Für kürzere Strecken und innerhalb der Städte lohnt sich das Tuk Tuk dagegen sehr. Verhandelt am besten vorher über den Preis für die Fahrt. Falls das Tuk Tuk ein Taxameter hat, erübrigt sich das Gefeilsche.
Während meiner vier Wochen in Sri Lanka hatte allerdings nur einer der Fahrer, mit denen ich unterwegs war, ein Taxameter.
Mittlerweile könnt ihr als Reisende sogar selbst ein Tuk Tuk mieten. Das ist eine interessante Möglichkeit, wenn ihr Sri Lanka individuell und unabhängig erkunden möchtet. Anbieter wie Tuk Tuk Rental haben sich darauf spezialisiert.
Zugfahren in Sri Lanka
Mit dem Zug durch Sri Lanka zu fahren, gehört für mich definitiv zu den Erlebnissen, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Die Züge sind nicht besonders schnell, dafür aber eine günstige Möglichkeit, in Sri Lanka unterwegs zu sein.

Besonders schön ist die Bahnstrecke durch das Hochland. Die Fahrt führt durch grüne Landschaften und Teeplantagen und gehört für mich zu den schönsten Zugerlebnissen in Sri Lanka.
An den Bahnhöfen, an denen ihr haltmacht, steigen immer wieder Händler ein und aus und bieten Snacks und Getränke an.
Die Züge können allerdings ziemlich voll werden. Je nach Strecke und Zug könnt ihr zwischen verschiedenen Klassen wählen. Wenn ihr einen Sitzplatz sicher haben möchtet, solltet ihr euch vorab über reservierbare Tickets informieren.
Mit dem Bus durch Sri Lanka
Während meiner Rundreise durch Sri Lanka habe ich fast ausschließlich die öffentlichen Busse genutzt. Das Streckennetz ist gut ausgebaut und die Busse sind günstig. Allerdings solltet ihr euch auf eine etwas andere Art des Busfahrens einstellen als bei uns.
Die Busfahrer fahren teilweise ziemlich flott. Ich fand manche Fahrten durchaus abenteuerlich, aber passiert ist mir zum Glück nichts.

Die Innenausstattung der Busse reicht von bunt mit verzierten Gardinen und schön gepolsterten Sitzen bis zur einfachen Ausstattung. Bei einer meiner Fahrten war sogar ein Fenster undicht: Obwohl es geschlossen war, regnete es hinein. Nach drei Stunden waren der Boden und die Sitzbank an der Stelle ordentlich nass.
Eins gehört zu einem sri-lankischen Bus aber zwingend dazu: die Musikboxen.
In jedem Bus läuft Musik. Mal leise, mal laut, mal extrem laut. Ob es nun die sri-lankischen Charts waren oder nicht: Nach einer fünfstündigen Fahrt kann einem das, was am Anfang wirklich witzig ist, schon ziemlich auf die Nerven gehen. Oder ihr ignoriert die Musik einfach bestmöglich.
Über der Fahrerkabine werdet ihr nicht selten kleine Bilder von Gottheiten sehen. In einem Bus waren sogar Jesus und Mohammed vertreten. Die sind nicht nur rein dekorativ, sondern leuchten auf, sobald der Fahrer auf die Bremse tritt. Was oft vorkommt. Zusammen mit der wummernden Musik hatte das Ganze leichtes Discofeeling.

So viel zum Ambiente. Man fragt sich ja oft, wie das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in anderen Ländern abläuft. Während ihr bei uns das Ticket im Vorfeld oder spätestens beim Betreten des Busses kauft, steigt ihr in Sri Lanka einfach ein und sucht euch einen Platz. Neben dem Fahrer gibt es in jedem Bus einen Ticketverkäufer. Der kommt zu euch und fragt, wie weit ihr fahren wollt.
Damals war im Bus keine Kartenzahlung möglich, deshalb hatte ich für die Fahrten immer etwas Bargeld dabei.
Ich hatte ausnahmslos nettes Personal. Die Mitarbeiter haben mir Bescheid gesagt, wann ich aussteigen muss, und sich sogar darum gekümmert, dass ich meinen Anschlussbus nicht verpasse.

Wenn ihr mit Gepäck unterwegs seid, könnt ihr es entweder mit in den Bus nehmen und dort irgendwo platzieren oder – das war bei längeren Fahrten der Fall – im kleinen „Kofferraum“ am Heck des Busses verstauen. Ich habe bei der zweiten Variante immer meinen Regenschutz über den Rucksack gezogen, damit er nicht dreckig wird.
Den richtigen Bus zu finden, ist nicht immer einfach. Innerorts sind die Bushaltestellen oft nicht eindeutig gekennzeichnet. Fahrpläne sind ebenso rar und, wenn es welche gibt, häufig auf Singhalesisch.

Es klappt aber trotzdem. Winkt einfach, sobald ein Bus sich nähert. Der bremst und fährt oft im Schritttempo weiter. Ihr könnt den Ticketverkäufer oder den Fahrer fragen, ob der Bus in eure Richtung fährt.
An Busbahnhöfen findet ihr häufiger einen Fahrplan, und die Überlandbusse sind auch auf Englisch gekennzeichnet. Da ihr das Ticket ohnehin im Bus kauft, könnt ihr natürlich auch dort noch einmal nachfragen. An den Busbahnhöfen gibt es außerdem oft kleine Shops, in denen ihr euch mit Proviant für die Fahrt eindecken könnt.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Essen & Trinken
Essen gehört für mich zum Reisen einfach dazu – auch in Sri Lanka. Natürlich gibt es dort KFC, Pizza Hut und andere westliche Fast-Food-Ketten. Aber die sri-lankische Küche hat einiges zu bieten und Reis und Curry gehören genauso zum Alltag wie kleine Snacks zwischendurch. Gerade bei den Gewürzen kann es für europäische Gaumen schon einmal interessant werden.
Kottu Roti und sri-lankisches Essen
Rice and Curry gibt es in Sri Lanka nahezu überall. Selbst in westlichen Schnellrestaurants. Wir waren aus Spaß sogar bei McDonald’s in Colombo und haben dort natürlich auch ein entsprechendes Angebot entdeckt.

Kottu Roti gehört für mich ebenfalls zu den Gerichten, die ihr in Sri Lanka unbedingt einmal probieren solltet. Dabei wird Roti auf einer heißen Platte mit zwei Metallklingen klein gehackt und zusammen mit Gemüse, Ei, Fleisch oder anderen Zutaten gebraten. Das dabei entstehende Klackern der Klingen werdet ihr wahrscheinlich schon hören, bevor ihr das Gericht seht.

Wie scharf ist das Essen?
Generell wird in Sri Lanka mehr gewürzt als bei uns. Während wir uns meist mit Salz, Pfeffer und Paprika zufriedengeben, ist die Palette an Gewürzen in Sri Lanka wesentlich vielfältiger.
Für den europäischen Gaumen sind die Snacks und Curries erst mal ungewohnt scharf. In den Touristenorten sind die Restaurants darauf eingestellt und halten sich zurück. Alternativ sagt einfach Bescheid.
Ein Tipp: Probiert euch durch die riesige Chipsauswahl. Da sind leckere Sorten dabei.


Im Norden des Landes ist das Essen noch eine Spur schärfer. Das mag an der Nähe zu Indien liegen. Mir hat es auf jeden Fall die Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Und ich dachte, ich bin die Schärfe nach 3 Wochen Rundreise schon gewohnt.
Trinkwasser in Sri Lanka
Ich denke, es ist selbstverständlich, dass das Leitungswasser in Sri Lanka kein Trinkwasser ist. Wasser oder Soda bekommt ihr in allen Läden.
Alkohol und Poya Days
Alkohol bekommt ihr in sogenannten Wine Stores. Der Preis steht meist draußen auf einer Tafel. Lasst euch also nicht übers Ohr hauen, falls der Verkäufer plötzlich mehr berechnen möchte.
Wundert euch außerdem nicht, wenn ihr an Poya Days vor verschlossenen Türen steht. An diesen buddhistischen Feiertagen ist der Verkauf und der öffentliche Konsum von Alkohol verboten.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Was euch im Alltag erwartet
Sri Lanka ist in vielen Dingen anders, als ihr es aus Deutschland gewohnt seid. Manches fällt sofort auf, anderes merkt ihr erst, wenn ihr ein paar Tage unterwegs seid. Hier kommen ein paar Dinge, die mir auf der Reise im Alltag begegnet sind.
Kleidung
Auf Sri Lanka ist es immer mollig warm. Da fällt der Griff zu Shorts und Top leicht. In den touristischen Orten ist das auch voll ok. Bei allen anderen Ausflügen und in Tempeln achtet besser darauf, dass die Schultern und Knie bedeckt sind.

Im Hochland kann es dagegen richtig frisch werden. Ich war froh darüber, dass ich eine lange Hose, Pullover und dicke Socken dabei hatte.
Bei Tempelbesuchen müsst ihr vorher die Schuhe ausziehen. Die kann man meist gegen eine kleine Gebühr am Eingang verwahren lassen.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Buddha
Für den Fall, dass ihr ein Buddha Tattoo habt, ist es besser, wenn ihr es nicht öffentlich zur Schau stellt. Ebenso verpönt ist es, einer Buddhastatue für ein Foto den Rücken zuzukehren.

↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Sehenswürdigkeiten auf Sri Lanka
Zu jeder Reise gehören die Sehenswürdigkeiten des Landes dazu. Auf Sri Lanka müsst ihr als Tourist wesentlich tiefer in die Tasche greifen als die Einheimischen. Das ist einfach so.

↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Internet
Ohne Smartphone und Internetzugang geht heutzutage nichts mehr. Sri Lanka macht da keine Ausnahme. Ihr werdet in fast allen Unterkünften mit WiFi versorgt. Falls euch das nicht reicht, könnt ihr natürlich auch eine SIM-Karte mit Datenvolumen kaufen. Am besten erfragt ihr die aktuellen Preise und Konditionen in den passenden Shops.
Strom
Die Steckdosen sind meist Dreipunktestecker. Nehmt euch daher am besten einen Adapter mit.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Kopfschütteln
Nicken = ja, Kopfschütteln = nein. An sich ist das nicht ungewöhnlich. Auf Sri Lanka und in Indien gibt es zusätzlich eine Geste, die dem Kopfschütteln sehr ähnelt. Das hin und her wiegen des Kopfes kommt eher einem ok gleich.
↑ Zurück zum Inhaltsverzeichnis
Hat euch der Artikel gefallen?
Ich freu mich, wenn ihr ihn auf Pinterest pinnt.
Habt ihr noch einen weiteren Sri Lanka Reisetipp?
Ich würde mich freuen, wenn ihr ihn mir in den Kommenatren verratet.




Vielen Dank für diese nützlichen und informativen Reisetipps für Sri Lanka! Ich habe einige Aha-Momente erlebt.
Hi Viktor,
jetzt machst Du mich neugierig. Aber stimmt, ich hatte auch einige Aha-Momente während der Reise.
Viele Grüße
Frauke