Das Kulturelle Dreieck Sri Lanka liegt im Zentrum der Insel und gehört zu den geschichtsträchtigsten Regionen des Landes. Alte Königsstädte, beeindruckende Tempel und jahrtausendealte Ruinen warten hier auf euch. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem der archäologische Park von Polonnaruwa, die alte Königsstadt Anuradhapura, der Dambulla-Höhlentempel und der berühmte Löwenfelsen von Sigiriya.
Bei so viel Geschichte lasse ich mich natürlich nicht lange bitten. Während meiner Reise durch Sri Lanka wollte ich diese Region unbedingt entdecken. Ganz reibungslos ist mein Aufenthalt im Kulturellen Dreieck allerdings nicht abgelaufen, aber dazu später mehr.
Was gehört zum Kulturellen Dreieck Sri Lankas?
Das Kulturelle Dreieck Sri Lankas, häufig auch einfach Kulturdreieck Sri Lankas genannt, zählt zu den bedeutendsten historischen Regionen des Landes. Zwischen den alten Königsstädten Anuradhapura und Polonnaruwa sowie dem berühmten Löwenfelsen von Sigiriya erwarten euch beeindruckende Tempel, jahrhundertealte Ruinen und bedeutende UNESCO-Welterbestätten. Ebenfalls zur Region gehört der Höhlentempel von Dambulla, der mit seinen kunstvollen Buddha-Statuen und Wandmalereien zu den wichtigsten Tempelanlagen Sri Lankas zählt.
Viele Reisende besuchen das Kulturelle Dreieck im Rahmen einer Rundreise durch Sri Lanka. Je nach verfügbarer Zeit könnt ihr einzelne Sehenswürdigkeiten als Tagesausflug erkunden oder mehrere Tage in der Region verbringen. Ich habe mich für drei Übernachtungen in Dambulla entschieden und von dort aus die wichtigsten Highlights besucht.
Dambulla: Mein Ausgangspunkt für das Kulturelle Dreieck Sri Lankas
72 km nördlich von Kandy liegt der kleine Ort Dambulla. Vor allem durch den berühmten Dambulla-Höhlentempel hat sich der Ort einen Namen gemacht. Die beeindruckende Tempelanlage mit ihren zahlreichen Buddha-Statuen und Wandmalereien gehört zu den wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten Sri Lankas. Außerdem eignet sich Dambulla gut als Ausgangspunkt, um weitere Highlights des Kulturellen Dreiecks wie Sigiriya oder Polonnaruwa zu besuchen.
Daher habe ich mich kurzentschlossen im Ort für drei Nächte eingemietet.
Über die Unterkunft kann ich einiges berichten. Die werde ich niemals in meinem Leben vergessen. Ich sag nur eins. Das Badezimmer hatte in Fußbodennähe ein Loch in der Wand und ich somit eines Abends besuch von zwei Kröten, die auf dem Waschbecken vergnügt vor sich hinquackten. Das war wirklich das Highlight. Ich möchte gar nicht wissen, wer sonst noch alles zu Besuch war.
Aber genug davon. Widmen wir uns lieber der Stadt Dambulla. Die hat mich absolut nicht vom Hocker gerissen. Bei über 70.000 Einwohnern hatte ich irgendwie auf mehr gehofft. Abgesehen davon muss ich gerade den Anfang der Monsunzeit abgepasst haben. Jeden Tag zwischen 16 und 17 Uhr fing es von 0 auf 100 an, wie aus Eimern zu schütten.
Sagen wir es so. Dambulla und ich, wir haben einfach nicht zueinandergefunden.
Höhlentempel von Dambulla: Ein Highlight im Kulturellen Dreieck
Auch wenn mich Dambulla als Ort nicht wirklich überzeugen konnte, punktet die Stadt mit ihrer Lage. Viele Sehenswürdigkeiten des Kulturellen Dreiecks befinden sich ganz in der Nähe. Eine der wichtigsten liegt sogar direkt am Stadtrand: die Höhlentempel von Dambulla.
Die Höhlentempel von Dambulla gehören zu den bedeutendsten Tempelanlagen Sri Lankas und wirklich sehr beeindruckend. Vom goldenen Tempel am Fuß der Felsen führt euch eine lange Treppe hinauf zu den Höhlen.


Am Eingang müsst ihr die Schuhe ausziehen und eure Knie bedecken. Das trifft in diesem Fall auf Männlein wie Weiblein zu. Wenn ihr nichts Passendes dabei habt, könnt ihr Tücher kaufen oder leihen.

Insgesamt 80 Tempel mit über 150 kunstvollen Buddhastatuen erwarten euch hier. Die einzelnen Höhlen sehen von außen aus wie ein zusammenhängender Komplex. Die weiß gestrichenen Mauern und prächtigen Eingänge schmiegen sich geradezu an die Felsen. Ich will gar nicht wissen, wie lange es gedauert hat, das alles zu bauen. Die Wände im Inneren sind wunderschön bemalt. Das ist wirklich beeindruckend. Hier gibt es durchweg viele Details zu sehen.






Polonnaruwa: Tagesausflug zur historischen Ruinenstadt im Kulturellen Dreieck Sri Lankas
Wenn ihr Zeit habt, kann ich euch einen Tagesausflug in den archäologischen Park von Polonnaruwa nur wärmstens empfehlen. Im Gegensatz zum nördlicher gelegenen Anuradhapura liegen die historischen Sehenswürdigkeiten hier näher beieinander und das Gelände ist überschaubarer.
Einen Vorteil hat Polonnaruwa noch: Die Stadt ist wesentlich jünger als Anuradhapura, daher sind viele Gebäude besser erhalten. Dafür ist die Auswahl an Sehenswürdigkeiten etwas kleiner. Aber irgendwas ist ja immer.


Polonnaruwa liegt gut 70 km östlich von Dambulla entfernt. Mit den öffentlichen Bussen kommt man gut hin und zurück. Ihr solltet euch wirklich ausreichend Zeit nehmen, denn das Gelände ist sehr weitläufig. Zu Fuß hier entlangzuwandern macht wenig Sinn. Leiht euch daher am besten ein Fahrrad an einer der vielen Verleihstationen am Eingang des Parks.


Am Eingang des Parks bekommt ihr eine Übersichtskarte, in der die einzelnen Stationen etwas erklärt werden. Weitere Informationstafeln finden sich vor den einzelnen Bauwerken. Es gibt sicher auch geführte Touren durch die Stadt und die Option, das Gelände mit einem Tuk Tuk abzufahren.


Ich habe Polonnaruwa 6 Stunden lang auf eigene Faust erkundet. Um 15:30 habe ich mich langsam Richtung Ausgang auf den Weg gemacht. Zum einen zog sich der Himmel wieder zu, zum anderen fuhr der Bus bald zurück nach Dambulla. Der war leider so voll, dass er an meiner Haltestelle gar nicht erst angehalten hat. Also stand ich noch ca. 30 Minuten an der Haltestelle. Pünktlich mit den ersten Regentropfen kam dann zum Glück der nächste Bus, der mich dann mitgenommen hat.




Auf dem Gelände von Polonnaruwa werdet ihr auch einige Tiere beobachten können. Das macht den Ausflug noch etwas interessanter. Neben verschiedenen Affen habe ich sogar einige Warane und eine Schildkröte entdeckt.



Sigiriya: Der berühmte Löwenfelsen im Kulturellen Dreieck
Wenn man über eine Rundreise durch Sri Lanka liest, dann dürfen zwei Highlights mit Sicherheit nicht fehlen: Zugfahrt durch das Hochland und der Sigiriya. Der zum UNESCO-Welterbe gehörende Sigiriya ist ein absolutes Must See. Die Festung, die auf einem etwa 200 Meter hohen Monolithen thront, ist alleine schon sehenswert.

Im Vorfeld hatte ich bereits viel von den Grundmauern der Palastgebäude, dem mächtigen Löwentor und den bekannten Wolkenmädchen gehört. Natürlich wollte ich mir den auch ansehen. Daher stand der Ausflug an Tag drei auf dem Programm.
Allerdings hatte ich die Rechnung für einen entspannten Ausflug zum Löwenfelsen ohne die örtlichen Feiertage gemacht. Der Sigiriya ist nicht nur ein Heiligtum, sondern auch ein sehr beliebter Ausflugspunkt bei den Einheimischen. Dementsprechend überfüllt war es an diesem sonnig warmen Feiertag. Von der riesigen Schlange am Eingang mal ganz zu schweigen.
Ich lasse mich da ja nicht entmutigen und bin zu Plan B übergegangen.
Pidurangala: Die beste Aussicht auf den Sigiriya
Der Pidurangala-Felsen liegt nur wenige Kilometer entfernt, hat deutlich weniger Besucher und ist zudem wesentlich günstiger.
Dazu muss ich erwähnen, dass sich die Eintrittspreise für Touristen und Einheimische teilweise deutlich unterscheiden. Manche mögen das als ungerecht empfinden, aber in vielen Ländern ist diese Praxis üblich. Interessant fand ich allerdings, dass einige Einheimische, mit denen ich gesprochen habe, es eher ungewöhnlich fanden, dass in Deutschland die Eintrittspreise für Bewohner und Touristen gleich sind.

Zurück zum Pidurangala. Der Weg startet recht entspannt, bevor er in einer launigen Kletterpartie in den letzten Metern übergeht. Wie gesagt, es war wahnsinnig voll an dem Tag, daher hat der Aufstieg der letzten Meter einige Zeit in Anspruch genommen. Ganz viele Leute wollen rauf auf den Felsen, einige runter und so staut es sich dann natürlich etwas an den schmaleren Stellen.
Trotz den gut 30°C waren alle nett und haben sich gegenseitig geholfen.


Die Aussicht vom Pidurangala ist einfach super. Von hier aus hat man den besten Blick auf den Sigiriya. Im Nachhinein war es also gar nicht so schlimm, dass ich den Sigiriya nicht besucht hatte.


Mein Aufenthalt im Kulturellen Dreieck Sri Lankas
Bei meiner Reise nach Sri Lanka stand das Kulturelle Dreieck auf meiner Wunschliste. Als Ausgangspunkt habe ich mich für Dambulla entschieden. Ich fand die Stadt zwar nicht besonders sehenswert, aber sie eignet hervorragend, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden.
Am ersten Tag habe ich die Höhlentempel von Dambulla zu Fuß besucht. An Tag zwei ging es mit dem öffentlichen Bus nach Polonnaruwa. Die Fahrzeit beträgt zwar rund zwei Stunden, kam mir aber deutlich kürzer vor. Den dritten Tag verbrachte ich am Pidurangala, den ich bequem mit dem Tuk-Tuk in etwa 30 Minuten erreichte.
Auch wenn nicht alles nach Plan lief, möchte ich die Zeit im Kulturellen Dreieck nicht missen. Gerade die Mischung aus beeindruckenden Tempeln, alten Königsstädten und kleinen Reiseabenteuern hat den Aufenthalt für mich unvergesslich gemacht.
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Habt ihr das Kulturelle Dreieck Sri Lankas bereits besucht oder steht die Region noch auf eurer Wunschliste? Erzählt mir gerne von euren Erfahrungen oder stellt eure Fragen in den Kommentaren. Ich freue mich darauf, von euch zu lesen!



