Ihr seid ein paar Tage in Hamburg, habt aber nur abends Zeit, um die Stadt zu erkunden?
Welche Hamburg Sehenswürdigkeiten lassen sich in 3–4 Stunden erleben und lohnt es sich überhaupt, dafür andere Stadtteile anzusteuern? Oder verbringt man die Zeit doch nur in Bus und Bahn?
Genau diese Fragen habe ich mir gestellt, als ich beruflich in Hamburg unterwegs war. Die Lösung war schnell klar: gute Planung ist alles.
In diesem Artikel zeige ich euch, wie ihr Hamburg am Abend sinnvoll entdeckt, welche Highlights sich wirklich lohnen und wo ihr auch mit wenig Zeit das echte Hamburg erlebt.
Dabei habe ich nicht nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten besucht, sondern auch viele kleine Tipps und Geheimnisse gesammelt, die euren Abend in Hamburg noch besser machen.
Montagabend in Hamburg: Stintfang, Alter Elbtunnel & Hafenblick
Aussicht vom Stintfang
Zudem ist die 26 Meter hohe Anhöhe ein Rest der früheren Hamburger Wallanlagen und wird heute als Weinberg genutzt.
Ich widme meinen Montagabend dem Alten Elbtunnel und starte an den Landungsbrücken.
Mein erster Tipp: Direkt oberhalb der Haltestelle liegt der Aussichtspunkt Stintfang – einer der besten Orte für einen kostenlosen Blick über Hamburg am Abend.
Von hier aus habt ihr eine tolle Aussicht auf die Elbphilharmonie, die Landungsbrücken, den Hafen und den Eingang zum Alten Elbtunnel. Gerade in der blauen Stunde lohnt sich der kurze Aufstieg besonders.
Die rund 26 Meter hohe Anhöhe ist ein Überbleibsel der früheren Hamburger Wallanlagen und wird heute als kleiner Weinberg genutzt – ein schönes Detail, das man hier oben fast übersieht.
Alter Elbtunnel
Jetzt geht es runter unter die Erde. Seit 1911 nutzen die Hamburger den St. Pauli Elbtunnel als Abkürzung zwischen den Landungsbrücken und dem Hafengebiet in Steinwerder. Auch heute zählt er zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Hamburgs.
Im Gegensatz zum Sint-Anna-Tunnel in Antwerpen geht es hier nicht per Rolltreppe nach unten, sondern mit dem Aufzug oder über die Treppe. Allein das Treppenhaus auf der Landungsbrückenseite ist einen Besuch wert.
Der Tunnel selbst ist ein echtes Schmuckstück: weiße Fliesen, ein blauer Streifen und alle paar Meter Tier-Reliefs, die zeigen, was vor über 100 Jahren an der Elbe lebte – von Hummern und Plattfischen bis hin zu Ratten und Robben.


Gut zu wissen: Im Internet liest man häufig, dass der Elbtunnel unter der Woche nur von 5:30 bis 20:00 Uhr geöffnet ist. Diese Zeiten beziehen sich jedoch auf die Lastenaufzüge. Die normalen Aufzüge und das Treppenhaus sind in der Regel rund um die Uhr nutzbar. Also perfekt für einen Besuch am Abend.
Der Spaziergang durch den Alten Elbtunnel gehört für mich zu den besten kostenlosen Aktivitäten in Hamburg am Abend.
Museum der Arbeit: Industriegeschichte in Hamburg am Abend
Strategisch günstig liegt das Museum der Arbeit nicht. Von den Landungsbrücken braucht ihr, je nach U- oder S-Bahn, etwa 20 bis 30 Minuten bis in den Stadtteil Barmbek im Nordosten Hamburgs.
Aber der Weg lohnt sich. Vor allem, wenn ihr Hamburg am Abend abseits der klassischen Touristenpfade erleben wollt.
Am Museum wartet zuerst ein Date mit Trude. Mit ihren 14,2 Metern Höhe ist sie eine wirklich imposante Erscheinung und entlockt selbst Jugendlichen ein spontanes: „Krass ist die riesig, Alter.“
Das 380 Tonnen schwere Schneidrad Trude (der Name steht für Tief Runter Unter Die Elbe) hat die vierte Röhre des neuen Elbtunnels gegraben und ist heute eines der markantesten Fotomotive vor dem Museum.

Ein weiterer Grund für meinen Besuch ist natürlich das Museum selbst. Montags könnt ihr hier bis 21 Uhr Relikte und Fotografien über das Leben und Arbeiten in Hamburg seit dem 19. Jahrhundert entdecken.
Besonders spannend: Jeden Montag bietet das Museum eine offene Werkstatt an. Zwischen 17 und 21 Uhr könnt ihr euch mit fachkundiger Anleitung in Buchdruck, Radierung oder Lithografie ausprobieren.
Der Eintritt ins Museum kostet 8,50 Euro pro Person. Für die Teilnahme an den Mitmachkursen fallen zusätzliche Materialkosten an.
Für mich ist das Museum der Arbeit eine der spannendsten Hamburg Sehenswürdigkeiten am Abend, wenn ihr Kultur, Geschichte und Mitmachen verbinden wollt.
Dienstagabend in Hamburg: Speicherstadt & HafenCity Sehenswürdigkeiten
Am Dienstag widme ich mich den klassischen Sehenswürdigkeiten Hamburgs: HafenCity, Elbphilharmonie und Speicherstadt.
Ich starte an der Überseebrücke zwischen den Haltestellen Landungsbrücken und Baumwall, mit bestem Blick auf die Elbphilharmonie.
Als neues Wahrzeichen der Hansestadt hat sich die Elbphilharmonie in kürzester Zeit in die Herzen der Hamburger und Touristen katapultiert. Die markante Dachkonstruktion erinnert an Wellen, die Aussichtsplattform Plaza und die Führungen durch die Konzertsäle sind bei Jung und Alt beliebt. Ein Konzertbesuch ist dabei das berühmte Tüpfelchen auf dem i.
Und was mache ich? Ich schlendere einfach daran vorbei und mache mich auf den Weg in die HafenCity.

Mein Tipp: Der Besuch der Aussichtsplattform Plaza ist kostenfrei.
Sichert euch die Tickets am besten vorab online, dann spart ihr euch das Anstehen an der Ticketkasse.
Hafencity
Im Gegensatz zu den roten Backsteinbauten, die typisch für das norddeutsche Flair sind, präsentiert sich die Hamburger HafenCity als elegante Mischung aus grauem Beton, Glasfassaden und Grünflächen.
Der vielseitige Nutzungsmix aus Arbeiten, Wohnen, Bildung, Kultur, Freizeit, Tourismus und Einzelhandel wächst stetig weiter – auch heute wird hier noch fleißig gebaut. Trotzdem gibt es bereits jede Menge zu entdecken.
Den meiner Meinung nach schönsten Blick auf die HafenCity habt ihr von den Marco-Polo-Terrassen. Von hier aus blickt ihr direkt auf die modernen Gebäude und die Elbphilharmonie – besonders stimmungsvoll am Abend.

Speicherstadt
Nach all den modernen Bauten schlage ich meinen Weg in die verwinkelten Gassen und Straßen der Speicherstadt ein. Seit 1991 steht sie unter Denkmalschutz und gehört heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hamburgs.
Wo früher vor allem Kaffee, Tee und Gewürze gelagert wurden, haben sich inzwischen Teppichhändler, hippe Agenturen und mehrere Museen angesiedelt.


Das Highlight der Speicherstadt ist ganz klar das fotogene Wasserschloss. Den besten Blick habt ihr von der Poggenmühlenbrücke.
Aber auch abseits davon lohnt es sich, über die Brücken zu laufen und einen Blick in die Innenhöfe zu werfen – besonders, wenn die Backsteinfassaden abends beleuchtet sind.
Für mich gehören Speicherstadt und HafenCity zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Hamburgs am Abend – modern, historisch und perfekt kombinierbar.
Mittwochabend in Hamburg: Museumshafen Oevelgönne & Elbstrand
Bei meinem Besuch in Hamburg hatte ich bestes Sommerwetter. Bei rund 30 °C durch die Stadt zu laufen, habe ich daher kurzerhand gegen Strandfeeling in Hamburg getauscht – und das ganz ohne ans Meer zu fahren.
Dieser Abend eignet sich perfekt, wenn ihr Hamburg draußen erleben wollt: mit Wasserblick, frischer Luft und viel Platz zum Durchatmen.
Museumshafen Oevelgönne
Ich starte meinen Mittwochabend am Museumshafen Oevelgönne. Von der Brücke, die zum Fähranleger führt, habt ihr einen tollen Blick auf die historischen Museumsschiffe. Darunter Dampfschlepper, Kutter und Eisbrecher, die ruhig im Hafen schaukeln.
Wenn ihr tiefer in die Geschichte der Schiffe eintauchen wollt, empfehle ich euch den Audioguide, den ihr euch bequem als App herunterladen könnt.
Alternativ könnt ihr für 4 Euro pro Person an einer Führung teilnehmen. Diese findet jeden ersten Samstag von April bis September statt.
Gerade am Abend sorgt das Licht über der Elbe für eine besonders schöne Stimmung.

Elbstrand
Ab dem Museumshafen Oevelgönne zieht sich der Hamburger Elbstrand über rund 13 Kilometer in Richtung Elbmündung. Auch wenn die Abkühlung verlockend ist: Die Elbe ist kein ausgewiesenes Badegewässer. Bleibt also besser an Land.
Ich habe mich für einen Spaziergang in der parallel verlaufenden Fußgängerstraße Oevelgönne entschieden. Der Weg ist richtig schön und führt an alten Häusern vorbei, die früher Kapitänen und Lotsen gehörten.
Mit etwas Glück entdeckt ihr auch einige kleine Keramikhunde auf Fensterbänken. Sie stammen ursprünglich aus England und schmückten einst Kaminsimse. Ihnen wird aber auch eine etwas zweideutigere Funktion nachgesagt:
Blickten die Hunde aus dem Fenster, war der Mann auf See. Den Rest könnt ihr euch denken.


Kurz vor dem öffentlichen Schröders Elbpark wartet ein weiteres Highlight des Elbstrands: der Alte Schwede.
Dieser mächtige Findling kam während der Eiszeit aus Südschweden bis ins heutige Hamburg, wurde 1999 entdeckt, 2000 aus der Elbe geborgen, getauft, offiziell eingebürgert und liegt seitdem am Elbstrand.

HVV-Hafenfähre Linie 62: Günstige Hafenrundfahrt in Hamburg
Für die Rückfahrt in die Innenstadt nehme ich die HVV-Hafenfähre Linie 62. Sie startet am Fähranleger beim Museumshafen Oevelgönne und gilt als günstige Alternative zur klassischen Hafenrundfahrt.
Kein Wunder also, dass sie zu den meistgenutzten Fähren in Hamburg gehört. Mehrmals täglich pendelt sie zwischen Finkenwerder und den Landungsbrücken und bietet dabei einen tollen Blick auf den Hafen.

Mein Tipp: Steigt unterwegs ruhig am Dockland aus und lauft die 140 Stufen bis zur Dachterrasse hinauf. Der Ausblick über den Hafen lohnt sich absolut.
Die Fähre könnt ihr ganz normal mit dem Deutschlandticket nutzen. Falls ihr keins habt, stehen an den Haltestellen Ticketautomaten bereit.

Donnerstagabend in Hamburg: St. Pauli Sehenswürdigkeiten mit dem Nachtwächter
Leichte Mädchen, Kriminalität, ziemlich viele zwielichtige Gestalten und die längste Vergnügungsstraße in Hamburg: Der Stadtteil St. Pauli hat international seinen Ruf weg.
Ich finde: Ein Blick in St. Pauli lohnt sich bei Tag und besonders am Abend. Um dabei mehr über die Geschichte des Viertels zu erfahren, habe ich mich für eine geführte Nachtwächtertour entschieden. Für mich war das eine der spannendsten Sehenswürdigkeiten in Hamburg bei Nacht.
Gegen 19:45 Uhr erreiche ich den Treffpunkt an der U- und S-Bahn-Haltestelle Landungsbrücken und werde direkt mit einem launigen Spruch vom Nachtwächter Michel begrüßt. Er führt uns auf der Matrosenroute durch St. Pauli.


Wir starten an den Landungsbrücken, laufen zur Davidwache und werfen unter anderem einen Blick in den Keller der legendären Boxkneipe „Die Ritze“.
Nachtwächter Michel macht einen richtig guten Job. Auf witzige und unterhaltsame Art teilt er unzählige Fakten und Geschichten über den Stadtteil, sodass die 90 Minuten wie im Flug vergehen.
Ich plaudere jetzt nicht weiter aus, was ihr auf der Tour noch alles seht. Dafür müsst ihr sie selbst machen. Die Nachtwächtertour findet täglich statt, und mal ehrlich: 20 Euro pro Person sind dafür absolut gerechtfertigt.
Penny auf der Reeperbahn
Ja, den wollte ich mir auch ansehen – den aus Funk und Fernsehen berühmt-berüchtigten Kiez-Penny auf der Reeperbahn.
Im Jahr 2020 wurde der Markt innen wie außen komplett neu gestaltet. Graffitis, Neon-Elemente und witzig-anzügliche Sprüche wie „Knackige Dinger“ über der Obsttheke oder „Heiße Teile“ bei der Backabteilung passen perfekt zur Reeperbahn.
Dieser Supermarkt ist längst zu einer skurrilen Sehenswürdigkeit in Hamburg geworden ist und ein kurzer, unterhaltsamer Stopp am Abend.

Freitagabend in Hamburg: Schanzenviertel & Grüner Bunker
Meinen letzten Abend in Hamburg lasse ich ruhig und entspannt angehen. Heute stehen die Szeneviertel Schanze und Karoviertel auf dem Programm. Für mich ist das perfekt, um Hamburg abends abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten zu erleben.
Ich starte an der S-Bahn-Haltestelle St. Pauli, laufe die Bernstorffstraße entlang ins Schanzenviertel und biege schließlich in die Lippmannstraße ein.
Auf dem Hinterhof der Lippmannstraße 59 prangt das Mural „FischersNetz“ des Künstlerduos Innerfields. Smartphone raus, Foto gemacht und weiter geht’s.
Ich laufe kreuz und quer durch das Schanzenviertel und lande immer wieder auf dem Schulterblatt. Die Straße mit dem ungewöhnlichen Namen ist der absolute Place to Be auf der Schanze und die Heimat der Roten Flora.


Ursprünglich 1988 als Theater und Konzerthaus eröffnet, wurde die Flora bereits 1989 besetzt und sorgt seitdem als Rote Flora immer wieder für Schlagzeilen.
Gegenüber der Roten Flora sind die Bars, Kneipen und Cafés genauso gut gefüllt wie die Hausfassaden mit Graffitis und Stickern. Auch zum Shoppen seid ihr hier richtig, vor allem, wenn ihr auf Second-Hand-Läden steht.
Falls ihr an einem Samstag hier seid, solltet ihr euch die Flohschanze nicht entgehen lassen. Der Flohmarkt findet wöchentlich von 8 bis 16 Uhr statt.
Seid ihr lieber auf loungige Bars aus, werdet ihr hier auch fündig. Die Zoë -Sofabar z. B. ist urig eingerichtet. Oder schaut bei Erika’s Eck vorbei. Die kultige Kneipe mit Imbiss ist zwar kein Geheimtipp mehr, aber ein richtiges Hamburger Original.
Der Grüne Bunker
Von der Schanze zieht es mich weiter zum ehemaligen Flakbunker an der Feldstraße – heute besser bekannt als der Grüne Bunker.
Von der Dachterrasse habt ihr einen 360°-Panoramablick über Hamburg. Der Besuch ist kostenfrei und besonders am Abend lohnt sich der Aufstieg.
Was ich vorher nicht wusste: Essen und Getränke dürfen nicht mit nach oben genommen werden. Das Personal am Eingang achtet darauf.

Da ich mir mein Dinner bereits besorgt hatte, bleibe ich unten und begnüge mich mit dem Blick auf den begrünten Betonkoloss. Auch der ist sehenswert.
Samstag in Hamburg: Zeitreise, Innenstadt & Alster
Am Samstag habe ich vor der Abreise noch etwas Zeit und nutze sie für eine kleine Zeitreise durch Hamburg.
Den Besuch der Kramer-Witwen-Wohnung wollte ich mir dabei auf keinen Fall entgehen lassen. Sie gehört zu den eher unbekannten, aber besonders spannenden Sehenswürdigkeiten in der Hamburger Innenstadt.
Kramer-Witwen-Wohnung

Wie ein Besuch in einer Puppenstube wirkt die Museumswohnung auf den ersten Blick. Im Innenhof des Krayenkamp geht es zunächst durch eine schmale Gasse bis zum Eingang.
Schon hier lohnt sich ein Blick nach oben: Die Schornsteine haben eine außergewöhnliche Form, die man in Hamburg nicht allzu oft sieht.
Im Inneren der Wohnung geht es über drei Stockwerke – vom Eingangsbereich über die gute Stube bis hinauf auf den Dachboden. So bekommt man einen sehr anschaulichen Eindruck davon, wie im 19. Jahrhundert gelebt wurde.
Der Eintritt kostet 2,50 Euro pro Person. Montags, dienstags, freitags habt ihr bis 17 Uhr die Möglichkeit, in der guten Stube vorbeizuschauen. Samstags und Sonntags ist die Wohnung bis 18 Uhr geöffnet.
Historische Peterstraße
Die Zeitreise geht weiter: Ich besuche die Peterstraße mit ihren detailgetreu rekonstruierten, großbürgerlichen Wohnhäusern.
Etwa in der Mitte der hübschen Straße findet ihr einen Seiteneingang, der euch vorbei an historischen Fotografien in einen Innenhof führt.
Sollte dieser geschlossen sein, erreicht ihr den Innenhof alternativ auch über die Neanderstraße.


Streetart von Banksy
Zu Fuß mache ich mich auf den Weg in Richtung Innenalster. In der Steinwegpassage soll sich ein Werk des britischen Street-Art-Künstlers Banksy verstecken.
Das Kunstwerk trägt den Namen „Bomb Hugger“ und ist leicht zu übersehen. Vor allem, wenn man nach einem großen, fassadenfüllenden Mural Ausschau hält.
Ich wusste, dass es nicht so groß ist wie die Murals in Lyon, aber so klein hätte ich es trotzdem nicht erwartet. Es ist ein bisschen wie beim Manneken Pis in Brüssel. Man kennt ihn von unzähligen Fotos und rechnet mit etwas Größerem, bis man direkt davorsteht.

Innenalster
Mein letzter Stopp ist die Innenalster. Für perfekte Fotos wäre ein Besuch am frühen Morgen sicher besser geeignet, aber was soll’s.
Ich mache mir keinen Stress und laufe einmal rund um die Innenalster. Der etwa 2,5 Kilometer lange Rundweg lässt sich in 30 bis 40 Minuten gemütlich gehen und ist der perfekte Abschluss, um Hamburg noch einmal ruhig auf sich wirken zu lassen.

Weitere Hamburg-Sehenswürdigkeiten & Tipps
Obwohl ich abends oft nur wenig Zeit hatte, habe ich in Hamburg erstaunlich viel gesehen. Trotz guter Planung und zahlreicher Tipps von Freunden und Bekannten musste ich einige Dinge aus Zeitgründen streichen.
Die folgenden Ideen habe ich mir für meinen nächsten Besuch aufgehoben. Vielleicht habt ihr aber mehr Zeit und sucht noch nach weiteren Sehenswürdigkeiten und Abendtipps für Hamburg.
Planten un Blomen – Lichtershow
Planten un Blomen ist eine rund 45 Hektar große Parkanlage, die in mehrere Themengärten unterteilt ist. Vom Apothekergarten bis zum Rosengarten kommen Pflanzenliebhaber hier voll auf ihre Kosten. Über das Jahr hinweg blüht hier immer etwas Neues.
Zu den Highlights zählen der Japanische Garten und die kostenfreien Wasserlichtkonzerte am Parksee – eine der schönsten Hamburg-Sehenswürdigkeiten am Abend.
Die musikalische Lichtshow findet von Mai bis Ende August um 22 Uhr statt, im September um 21 Uhr. Wem das zu spät ist, der kann sich die Wasserspiele auch täglich um 16 und 18 Uhr ohne Licht und Musik ansehen.
Treppenviertel in Blankenese
Trepp auf, Trepp ab durch die weißen Häuserzeilen eines der wohlhabendsten Stadtteile Hamburgsas Treppenviertel in Blankenese ist perfekt für einen entspannten Spaziergang mit Aussicht.
Hier schlendert ihr durch schmale Gassen, vorbei an Villen und Terrassen, und habt immer wieder einen der schönsten Blicke auf die Elbe. Und wer weiß, vielleicht begegnet ihr ja sogar einem Promi.
Miniatur Wunderland
Das Miniatur Wunderland ist bis 23 Uhr geöffnet damit ist es ein perfekter Tipp für alle, die Hamburg auch am späten Abend noch entdecken möchten.
Die größte Modelleisenbahnanlage der Welt befindet sich mitten in der Speicherstadt. Auf rund 1.500 Quadratmetern reist ihr von Hamburg über Schweden bis nach Patagonien oder Rio de Janeiro.
Plant für den Besuch unbedingt ausreichend Zeit ein, denn es gibt unglaublich viele Details zu entdecken.
Mein Tipp: Kauft eure Tickets am besten vorab online. Die Preise variieren je nach Uhrzeit zwischen 14 und 20 Euro pro Person.
Achtet darauf: Die sehr günstigen Tickets erlauben abends oft nur 1–2 Stunden Besuchszeit.
Turmbesichtigung Michel, Petirkirche oder St. Nikolai
Eine der schönsten Arten, eine Stadt zu erleben, ist ein Blick von oben. Auch in Hamburg gibt es mehrere Aussichtstürme, von denen ihr eine fantastische Perspektive auf die Stadt bekommt.
Welcher der beste ist, ist Geschmackssache. Hier sind meine Favoriten.
Der Michel
Der Turm der St. Michaelis, besser bekannt als der Michel, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Hamburgs.
Er ist täglich geöffnet und für 8 Euro pro Person gelangt ihr bequem per Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform in 106 Metern Höhe.
Besonders schön ist der Blick am Abend, wenn Hamburg langsam zu leuchten beginnt. Für diesen Zeitraum bietet ein externer Veranstalter spezielle Abendbesuche an – der Preis liegt bei etwa 12,50 Euro pro Person.

Mein Tipp: Wie beim Turmbläser in Krakau oder der Türmerin in Münster gibt es auch im Michel einen Turmbläser. Er spielt werktags um 10 und 21 Uhr sowie sonntags und feiertags um 12 Uhr.
St. Petri
Direkt an der Mönckebergstraße liegt einer der höchsten Aussichtspunkte Hamburgs: der Turm der St.-Petri-Kirche.
Hier geht es nur sportlich zu Fuß nach oben, dafür werdet ihr mit einem tollen Postkartenblick auf das Hamburger Rathaus belohnt.
Die Öffnungszeiten sind montags bis samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 11:30 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro pro Person.
St. Nikolai
Das Mahnmal St. Nikolai kombiniert Museum und Aussichtsturm in einem. Täglich von 10 bis 18 Uhr könnt ihr hier sowohl die Ausstellung als auch den Kirchturm besuchen.
Mit dem Fahrstuhl geht es bequem auf die Aussichtsplattform in 76 Metern Höhe. Von dort habt ihr einen tollen Blick über die Innenstadt bis hin zur Elbphilharmonie.
Der Eintritt für Museum und Turm kostet 6 Euro pro Person. Ein sehr fairer Preis für eine der spannendsten Aussichtspunkte Hamburgs.
Schöne U-Bahnstationen in Hamburg
In der schwedischen Hauptstadt Stockholm gehört eine Rundtour durch die U-Bahnstationen fast schon zum Pflichtprogramm. Aber auch Hamburg hat einige richtig sehenswerte Haltestellen zu bieten.
Die Station HafenCity Universität der Linie U4 wirkt fast futuristisch, die U1-Haltestelle Meßberg überzeugt mit ihrem sonnengelben Look und ein Stopp am Klosterstern der Linie U1 schickt euch auf eine kleine Zeitreise.
Eine kurze Fahrt mit der U-Bahn ist damit selbst schon eine kleine Hamburg-Sehenswürdigkeit und eignet sich perfekt, wenn ihr abends noch ein bisschen unterwegs sein, aber nicht viel laufen wollt.
Portugiesenviertel
Wer es nicht kennt, übersieht leicht das kleine, charmante Portugiesenviertel, das sich zwischen den Landungsbrücken und der Michelwiese erstreckt.
Hier könnt ihr auf eine kulinarische Reise nach Portugal und Spanien gehen. Das Viertel ist nach den vielen portugiesischen und spanischen Einwanderern benannt, die sich hier in den 1970er-Jahren angesiedelt haben.
Ein besonders guter Restauranttipp ist die Pizzeria Luigi’s. Hier solltet ihr unbedingt vorab reservieren.
Abgesehen von diesen Tipps hat Hamburg noch viel mehr zu bieten: von Lichterfahrten im Hafen über den Friedhof Ohlsdorf mit den Gräbern berühmter Hamburger Persönlichkeiten bis hin zu den schmucken Treppenhäusern im Kontorviertel.
Auch am Abend gibt es in Hamburg unzählige Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse, bei denen garantiert keine Langeweile aufkommt.
Hoteltipp in Hamburg: Zentral übernachten in Hammerbrook
Für meinen Aufenthalt habe ich mich für das Premier Inn in Hamburg-Hammerbrook entschieden. Die Lage ist ideal: Zu Fuß kommt ihr schnell in die Speicherstadt, und die nächste S- und U-Bahnhaltestelle liegt nur wenige Meter entfernt.
Ich kann mich wirklich nicht beschweren: Das Zimmer war sauber, das Frühstück lecker und insgesamt war alles da, was man für einen komfortablen Städtetrip nach Hamburg braucht.
Hamburg bietet unzählige Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse am Abend und jeder entdeckt seine ganz eigenen Favoriten.
Was sind eure Tipps für den perfekten Abend in Hamburg?
Teilt sie gerne in den Kommentaren. Ich freue mich auf eure Empfehlungen!




Freut mich, dass ich hier gelandet bin. Ein richtig toller Blog! 🙂 Habe mich gleich mal durchgestöbert.
Hi Tara,
danke für das Kompliment. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Stöbern.
VG
Frauke
Danke für die Tipps! Ich war bisher schon einmal in Hamburg und habe es total geliebt da. Im Dezember steht der nächste Ausflug an und ich bin dankbar für jede Empfehlung!
Hi Marlie,
Hamburg ist wirklich eine tolle Stadt. Ich wünsche Dir viel Spaß bei deinem Besuch im Dezember. Erzähl gerne mal, ob Du noch einen coolen Tipp für die Hafenstadt hast.
VG Frauke
Ich bin auch regelmäßig beruflich in Hamburg und habe mich sehr über deine Tipps gefreut!
Beim letzten Mal war ich mit Kollegen Abend in einer Rooftop Bar in den „tanzenden Türmen“ – sehr stylisch und ein grandioser Ausblick, aber auch teuer – und davor beim „Hafenpauli“ – sehr kultig und gut besucht, aber eher was für die wärmeren Monate 😉
Das Miniatur Wunderland kann ich auch sehr empfehlen – beim nächsten Mal werde ich mir dort vermutlich eine der Führungen gönnen und vielleicht auch in den Hamburg Dungeon direkt nebenan gehen 🙂
Viele Grüße,
Sandra
Hallo Sandra,
lieben Dank für Deinen Kommentar und Deine Tipps zu Hamburg. Die Stadt hat so viele tolle Ecken. Ich bin sehr gespannt, was ich bei meinem nächsten Besuch in Hamburg erlebe und werde mal deinen Tipp zur Rooptop Bar testen.
VG Frauke
Herrlich, schoen eingefangen diese gruene Stadt, meine geliebte Heimatstadt, danke fuer die schoenen Bilder.
Lieben Dank, Angelika.