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Belgien Reisetipps: Nützliche Infos für eure Belgienreise

Reisetipps Belgien

Was sollte man wissen, bevor man nach Belgien fährt? Bei meiner Rundreise durch Belgien habe ich einige praktische Erfahrungen gesammelt, die ich gerne schon vor der Reise gewusst hätte.

In meinen Belgien-Reisetipps geht es deshalb nicht nur um Pommes und belgische Schokolade, sondern vor allem um die Dinge, die euch unterwegs tatsächlich begegnen können: Autofahren, Umweltzonen, Parken, Bezahlen, Einkaufen und Öffnungszeiten. Dazu kommen ein paar persönliche Tipps und Erfahrungen aus meinen Reisen durch Belgien.

Vielleicht ist ja auch für eure Belgienreise der eine oder andere Tipp dabei, an den ihr vorher noch gar nicht gedacht habt.


Belgien mit dem Auto – was solltet ihr beachten?

Wenn ihr Belgien auf einer Rundreise mit dem Auto erkundet, seid ihr flexibel unterwegs und könnt auch kleinere Orte und Sehenswürdigkeiten gut erreichen. Allerdings gibt es gerade in den größeren Städten ein paar Besonderheiten, die ihr vor eurer Reise kennen solltet.

Umweltzonen in Belgien

Wenn ihr mit dem Auto durch Belgien unterwegs seid, solltet ihr euch vorab mit den Umweltzonen beschäftigen. In Belgien gibt es unter anderem in Antwerpen, Gent und Brüssel sogenannte Low Emission Zones (LEZ).

Für ausländische Fahrzeuge gilt dabei: Auch wenn euer Auto grundsätzlich die Voraussetzungen für die Einfahrt erfüllt, müsst ihr es je nach Stadt vorab registrieren. Die Registrierung ist kostenlos. In Brüssel könnt ihr die Registrierung inzwischen auch noch bis zu fünf Tage nach der Einfahrt nachholen.

In Antwerpen und Gent gelten die flämischen Regelungen. Habt ihr euer ausländisches Fahrzeug für die Umweltzone in Gent registriert, gilt diese Registrierung auch für Antwerpen. Für Brüssel müsst ihr euer Fahrzeug dagegen separat registrieren.

Das solltet ihr wirklich nicht einfach ignorieren. Die Umweltzonen werden mit Kameras überwacht und die Kennzeichen automatisch kontrolliert. In Brüssel können Verstöße inzwischen mit einem Bußgeld von 350 Euro geahndet werden.

Mein Tipp: Kümmert euch am besten schon vor eurer Reise um die Registrierung. Dann müsst ihr euch vor Ort keine Gedanken machen, ob euer Auto die Voraussetzungen erfüllt und ob die Anmeldung funktioniert hat.

Wenn ihr ohnehin nur die Innenstadt besuchen möchtet und mit eurem Auto nicht in die Umweltzone fahren wollt, könnt ihr alternativ einen Park & Ride-Parkplatz nutzen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren. Das ist häufig entspannter, als sich mit Parkplatzsuche und Umweltzone herumzuschlagen.

Hier könnt ihr die Registrierung direkt vornehmen:

Parken in Belgien

Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, solltet ihr euch auch Gedanken über das Parken machen. Gerade in den Innenstädten können Parkhäuser schnell ins Geld gehen. Bei meiner Belgienreise habe ich deshalb gemerkt, dass es sich lohnt, vorher nach einem passenden Parkplatz zu schauen und nicht einfach spontan in das nächstbeste Parkhaus zu fahren.

Bei manchen Parkhäusern könnt ihr einen Stellplatz vorab online buchen und damit günstiger wegkommen. Allerdings solltet ihr nicht zu kurzfristig reservieren, denn gerade in beliebten Städten können die Parkplätze bereits ausgebucht sein.

Eine gute Alternative sind Park & Ride-Parkplätze am Stadtrand. Dort könnt ihr euer Auto abstellen und mit Bus, Straßenbahn oder Bahn ins Zentrum weiterfahren. Gerade wenn ihr wegen einer Umweltzone ohnehin nicht mit eurem Auto in die Innenstadt fahren möchtet, ist P+R eine praktische Lösung.

In Gent gibt es beispielsweise zahlreiche P+R-Anlagen außerhalb der Umweltzone, auf denen ihr kostenlos parken könnt. Von dort geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter ins Zentrum.

Hier findet ihr Informationen zu den P+R-Angeboten der Städte:

Mein Tipp: Wenn ihr mehrere Stunden in einer belgischen Stadt verbringen möchtet, schaut euch vor der Anreise an, welche Parkmöglichkeit für eure Route am sinnvollsten ist. Ein etwas weiter außerhalb gelegener P+R-Parkplatz kann euch nicht nur Geld, sondern auch einiges an Stress bei der Parkplatzsuche ersparen.

Meine App-Empfehlung fürs Parken

Wenn ihr mit dem Auto in Belgien unterwegs seid, kann ich euch die Seety-App empfehlen. Ich habe sie auf meiner Belgienreise genutzt und fand sie vor allem praktisch, um mich in den unterschiedlichen Parkzonen zurechtzufinden.

Auf der Karte könnt ihr sehen, wo ihr parken dürft, welche Regeln dort gelten und was das Parken kostet. Gerade in belgischen Städten, in denen es unterschiedliche Parkzonen gibt, fand ich das deutlich übersichtlicher, als jedes Mal erst nach einem Parkautomaten oder den entsprechenden Informationen suchen zu müssen.

In vielen Städten könnt ihr den Parkvorgang inzwischen auch direkt über die App starten und später wieder beenden. Dabei wird minutengenau abgerechnet. Welche Funktionen und Zahlungsmöglichkeiten verfügbar sind, hängt allerdings von der jeweiligen Stadt und Parkzone ab.

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Einkaufen in Belgien – Supermärkte und Öffnungszeiten

Wenn ihr in Belgien unterwegs seid, werdet ihr schnell feststellen, dass sich die Öffnungszeiten von Supermärkten teilweise von denen in Deutschland unterscheiden. Gerade sonntags lohnt es sich deshalb, vorher zu schauen, ob der gewünschte Supermarkt tatsächlich geöffnet hat.

In Belgien habt ihr eine ziemlich große Auswahl: französische Ketten wie Carrefour, belgische Unternehmen wie Delhaize, niederländische Ketten wie Albert Heijn oder auch die uns bekannten deutschen Supermärkte wie Lidl und Aldi. Schaut euch ruhig einmal um – gerade die verschiedenen Ketten und ihre Angebote fand ich interessant.

Auch sonntags könnt ihr in Belgien häufig Lebensmittel einkaufen. Viele Supermärkte haben zumindest am Sonntagvormittag geöffnet, manche Filialen sogar bis in den Nachmittag oder Abend. Gerade in den Innenstädten findet ihr außerdem kleinere Filialen der großen Supermarktketten, die teilweise längere Öffnungszeiten haben.

Die genauen Öffnungszeiten unterscheiden sich allerdings je nach Kette und Filiale. Schaut deshalb am besten vor eurem Einkauf kurz nach den Öffnungszeiten des konkreten Supermarkts.

Als deutscher Pfennigfuchser solltet ihr euch außerdem nicht wundern, wenn der Betrag an der Kasse beim Bezahlen mit Bargeld nicht exakt auf den Cent stimmt. In Belgien wird der Gesamtbetrag auf die nächsten 5 Cent auf- oder abgerundet. Die 1- und 2-Cent-Münzen bleiben zwar gültiges Zahlungsmittel, bei Barzahlungen wird der Endbetrag aber entsprechend gerundet.

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Belgisches Essen – was ihr probieren solltet

Belgien ist kulinarisch natürlich vor allem für Pommes, Waffeln und Schokolade bekannt. Aber auch herzhafte Gerichte wie Moules-frites oder Stoofvlees gehören zur belgischen Küche. Bei meiner Reise habe ich mich vor allem durch die Klassiker probiert – und mit den belgischen Pommes fangen wir natürlich an.

Pommes – alles Wissenswerte zu belgischen Fritten

Eine Tüte Pommes zu essen gehört bei einer Belgienreise einfach dazu. Pommesläden findet ihr in jeder Stadt massenhaft. Da habt ihr die Qual der Wahl.

Aber was ist das Besondere an belgischen Fritten?

Das Geheimnis belgischer Pommes liegt an drei Hauptkomponenten. Wichtig ist zuerst, die richtige Kartoffelsorte zu verwenden. Mehlig kochend sollte sie auf jeden Fall sein.

Belgien Reisetipps Fritten

Belgische Pommes werden zweimal frittiert. Zuerst auf niedrigerer Temperatur, damit die Fritte innen schön weich wird, danach auf höherer Temperatur, um das Äußere knusprig zu bekommen.

Jetzt kommt der downer für Veganer und Vegetarier: Original belgische Pommes werden in Rinderfett frittiert. Fragt also lieber beim Pommesverkäufer einmal nach, was er benutzt.

Die Qual der Wahl habt ihr auch bei der Saucenauswahl. Die ist einfach gigantisch und abwechslungsreich.

Um nur mal ein paar Klassiker neben Ketchup und Mayo zu nennen:

  • Andalouse Sauce (Mayo mit Tomatenmark, Paprikastreifen und Gewürzen)
  • Aioli Sauce
  • Samurai (Mayonnaise mit Sambal)
  • Sate (Erdnusssauce)
  • Joopi Sauce (Mayo mit Zwiebeln)
  • Stoofvless (Schmorfleisch)
  • warme Currysauce
  • Brasil (Mayonnaise mit Ananas und Curry)

Je nach Laden variiert Auswahl und Anzahl.
Also probiert euch durch!

Belgische Waffeln – Brüsseler oder Lütticher?

Bei den belgischen Waffeln gibt es tatsächlich einen Unterschied: Die Brüsseler und die Lütticher Waffel sind zwei ganz unterschiedliche Varianten.

Die Brüsseler Waffel ist rechteckig, außen knusprig und innen schön luftig. Sie wird häufig mit Puderzucker, Sahne, Früchten oder Schokolade serviert.

Die Lütticher Waffel ist kleiner und kompakter. Im Teig steckt Perlzucker, der beim Backen karamellisiert und für die typischen knusprigen, süßen Stellen sorgt. Sie wird häufig einfach pur und noch warm aus der Hand gegessen.

Wenn ihr in Belgien unterwegs seid, probiert am besten beide Varianten. Sie schmecken wirklich unterschiedlich und ich finde, gerade das macht den kleinen Waffel-Vergleich interessant.

Neben diesen beiden bekannten Varianten gibt es in Belgien noch weitere regionale Waffeltraditionen, etwa die Waffeln aus Verviers oder verschiedene dünnere Galettes.

Belgisches Bier – mehr als nur ein Getränk

Belgisches Bier gehört für mich genauso zu einer Reise durch Belgien wie Pommes und Waffeln. Die Auswahl ist riesig und reicht von bekannten Sorten bis zu regionalen Spezialitäten. Gerade in Brüssel könnt ihr euch durch zahlreiche belgische Biere probieren – von Lambic und Gueuze bis zu vielen weiteren Sorten.

Wenn ihr Bier mögt, schaut deshalb ruhig einmal über das Bier hinaus, das ihr aus Deutschland kennt. In Belgien gehört die Bierkultur einfach zum Reiseerlebnis dazu.

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Praktische Infos für eure Belgienreise

Neben Umweltzonen, Parkplätzen und Öffnungszeiten gibt es noch ein paar Dinge, die ihr bei der Planung eurer Belgienreise im Hinterkopf haben solltet. Dazu gehören vor allem die verschiedenen Sprachen und einige besondere Feiertage und Feste, die euren Aufenthalt beeinflussen können.

Welche Sprache spricht man in Belgien?

Eine Sache, die ihr bei einer Reise durch Belgien schnell bemerken werdet: Belgien hat nicht nur eine Landessprache. Niederländisch, Französisch und Deutsch sind die drei Amtssprachen des Landes.

In Flandern im Norden wird überwiegend Niederländisch gesprochen, in Wallonien im Süden Französisch. Brüssel ist offiziell zweisprachig mit Französisch und Niederländisch. Im Osten Belgiens gibt es außerdem eine deutschsprachige Region.

Wenn ihr also beispielsweise von Antwerpen oder Gent nach Lüttich oder Namur weiterreist, ändert sich auch die Sprache, die euch auf Schildern und Speisekarten begegnet. Ein paar grundlegende Wörter in Französisch oder Niederländisch können deshalb durchaus hilfreich sein.

Feiertage und Feste in Belgien

Auch bei den Feiertagen gibt es in Belgien ein paar Besonderheiten. Zu den gesetzlichen Feiertagen gehören unter anderem Ostermontag, der 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, der 21. Juli als belgischer Nationalfeiertag, Mariä Himmelfahrt am 15. August, Allerheiligen, der 11. November und Weihnachten. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag oder einen regulären Ruhetag, gibt es in Belgien in der Regel einen Ersatzruhetag.

Besonders interessant für eine Reise ist der belgische Nationalfeiertag am 21. Juli. Vor allem in Brüssel wird dann groß gefeiert – mit Veranstaltungen, Konzerten und Feuerwerk. Wenn ihr zu dieser Zeit in Belgien unterwegs seid, könnt ihr also einiges erleben, solltet aber auch mit volleren Innenstädten und möglichen Einschränkungen rechnen.

Mein Tipp: Wenn ihr eure Belgienreise rund um einen Feiertag plant, schaut vorher nach, welche Veranstaltungen in der jeweiligen Stadt stattfinden und ob Sehenswürdigkeiten oder Geschäfte an diesem Tag geöffnet sind.

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Welche Erfahrungen habt ihr in Belgien gemacht? Habt ihr noch einen Reisetipp, den ihr hier ergänzen würdet. Vielleicht einen besonderen Ort, einen guten Parkplatz, eine kulinarische Entdeckung oder etwas, das ihr vor eurer Reise gerne gewusst hättet?

Dann schreibt mir euren Belgien-Tipp gerne in die Kommentare. Ich bin gespannt, was ihr entdeckt habt!


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2 Kommentare

  1. Charlie sagt

    Cooler Artikel danke für die ganzen Infos 🙂 Auch super hilfreich ist diese App : ATM Fee Saver – sie zeigt Geldautomaten in der Nähe an die wenige bis gar keine Gebühren fürs Bargeldabheben verlangen. Ganz cool zum reisen

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