Roadtrip, Litauen
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Der Berg der Kreuze

der Berg der Kreuze - Litauen

Vom Ostseebad Palanga – ein Ort der mich wirklich durchweg positiv überrascht hat – geht es heute zum Berg der Kreuze.

Davon habe ich bei der Reiseplanung zum ersten Mal was gelesen. Um ehrlich zu sein: eher gesehen. Es war ein kleines Bild aus einem abgegrabbelten Reiseführer, den ich in der Stadtbibliothek ausgeliehen hatte. Sofort war klar: Komme was wolle. Da fahre ich auf jeden Fall hin!

Abschied und Vorfreude

Palanga war echt schön. Ich bin ein bisschen traurig abzufahren. Würde es nicht wie aus Eimern schütten, hätte ich echt überlegt, ob ich meinen Aufenthalt hier nicht um eine Nacht verlängere.

Aber die nächste Unterkunft in Riga ist gebucht und ich freue mich auch richtig auf den geplanten Zwischenstop vom Roadtrip durch Litauen und Lettland: der Berg der Kreuze.

Also nicht groß jammern: fix unter die Dusche, Kaffe trinken, Sachen packen, auschecken und verabschieden. Ab ins Auto und los!

On the Road

Gut zwei Stunden Fahrzeit, auf der E272, liegen vor mir.
Ein Roadtrip durch Litauen rockt. Die schnurgeraden Straßen sind gut ausgebaut, die lokalen Radiosender total unterhaltsam und die Landschaft ist selbst bei Regen schön anzusehen.

Strassen in Litauen
Oh, eine Kurve.

Kurz vor Šiauliai fahre ich nach Norden auf die E77. Jetzt sind es noch ca. 10 Kilometer zum Berg der Kreuze. Das braune Schild, das die Einfahrt zum Berg der Kreuze markiert übersehe ich erstmal komplett. Also wenden, ein paar Meter zurück und dann scharf links abbiegen.

Nach 1,5 Kilometern kann man den Berg der Kreuze schon sehr gut sehen.
Selbst aus der Entfernung wirkt er skurril.

Auf der linken Seite ist ein kostenpflichtiger, großer Parkplatz für Autos und Busse. Hier steht nur ein Reisebus. Ich spare mir das Ticket und reihe mich einfach in die Straßenrandparker auf der rechten Seite ein.

Man sieht den Berg vor lauter Kreuzen nicht

Blick von der Straße auf den Berg der Kreuze

Viel ist nicht los – ein großer Vorteil, wenn man in der Nebensaison reist. Der Nachteil: das Wetter ist recht unbeständig. Gerade regnet es nicht, aber die dicken Wolken lassen nichts gutes Erahnen.

In der originalen Übersetzung heißt er „Hügel der Kreuze“ oder „Kreuzhügel“. Denn es ist „nur“ ein Hügel. Das „Berg“ aus dem deutschen kommt sicher aus dem Berg an Kreuzen, die sich hier ansammeln – so jedenfalls meine Theorie.

Der Berg der Kreuze in Litauen

Wie auch immer. Es ist einfach umwerfend.
Eine riesige Jesusstatue und große Kreuze weisen auf die Treppe, die auf den Hügel führt. Auch ringsum den Hügel breiten sich die Kreuze weiter aus – kleine, mittlere, winzige, dekorativ verziert, einfach aus Holz geschnitzt… hier ist einfach mal alles am Start.

Seitenansicht Berg der Kreuze

Wie der Berg der Kreuze entstanden ist, da gibt es mehrere Theorien. Fakt ist, dass niemand weiß, wieviele Kreuze es sind. Studenten der Universität Vilnius haben den Versuch unternommen, sie zu zählen. Bei 50.000 haben sie aufgehört.
Zu all den Kreuzen gesellen sich auch Engel, Jesusstatuen, Heiligenbilder, Rosenkränze…

Ich finde ein Stop lohnt sich hier auf jeden Fall. Es ist eindrucksvoll über die kleinen Wege auf dem Hügel zu gehen und die Massen an Kreuzen zu sehen.

Wäre Dir der Berg der Kreuze ein Besuch wert, oder ist das nicht Dein Fall?


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