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Unterwegs auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Beitragsbild Fischland-Darß-Zingst

Ein verlängertes Wochenende, ein Fahrrad und eine Halbinsel mit drei Namen. Mehr braucht es nicht, um eine entspannte Zeit an Mecklenburg-Vorpommerns Ostseeküste zu verbringen.

Die Hablinsel Fischland-Darß-Zingst ist ein wahres Naturparadies zwischen Rostock und Stralsund. Kraniche, Seeadler und Rothirsche fühlen sich im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft so pudelwohl wie die Besucher, die in den Orten Ahrenshoop, Zingst oder Barth durch die Innenstadt schlendern.

Für mich war es der zweite Besuch auf der Halbinsel und es wird sicher nicht der letzte gewesen sein.


Inhaltsverzeichnis

Fischland-Darß-Zingst – eine Halbinsel mit drei Namen

Fischland

Wustrow
Ahrenshoop und die Kunst

Der Darß – Das Naturparadies zwischen Ostseeküste und Bodden

Prerow
Darßer Türen
Darßwald
Rundwanderweg Darßer Ort

Zingst – Zwischen Tourihotspot und naturbelassener Landschaft

Ostseeheilbad Zingst
Radfahren auf Zingst

Sehenswertes rund um Fischland-Darß-Zingst

Barth – die sagenumwobene Stadt am Bodden
Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten

Fahrräder leihen auf Fischland-Darß-Zingst

Meine Unterkunft auf Fischland-Darß-Zingst


Fischland-Darß-Zingst – eine Halbinsel mit drei Namen

Von einem Schulausflug als Kind weiß ich nicht mehr viel, aber eins ist hängen geblieben: Fischland, Darß und Zingst waren einst einzelne Inseln, die von den Menschen nach und nach miteinander verbunden wurden.

Übersicht Fischland-Darß-Zingst
Übersicht Fischland-Darß-Zingst

Zur groben Orientierung: Fischland ist die lang gestreckte Landbrücke, die das Festland mit der Halbinsel verbindet. Der Darß beginnt am Grenzweg in Ahrenshoop und endet an der Hohen Düne vor Prerow. Dahinter erstreckt sich Zingst auf über 20 Kilometern Richtung Osten.

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Fischland

Fischland ist etwa 5 Kilometer lang und zwischen 500 Meter und 2 Kilometer breit. Seefahrern und Künstlern hat es diese Region der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst besonders angetan.

Wustrow

Wustrow habe ich an meinem Abreisetag besucht. An diesem Sonntagmorgen lag die typische Sonntagmorgen Ruhe über dem Ort. Ich habe meinen Wagen auf dem Parkplatz beim Boddenhafen Wustrow abgestellt und von dort aus einen kleinen Rundgang gemacht.

Kapitänshäuser in Wustrow
Kapitänshäuser in Wustrow

Wustrow war ursprünglich ein Fischer- und Seefahrer Dorf. Den Charme hat sich der kleine Ort bewahrt. Mein erstes Ziel war die Lindenstraße, die wegen ihrer historischen Kapitänshäuser bekannt ist.

Von da aus gehe ich weiter durch die breite Strandstraße zur Seebrücke. Mir gefällt der Ort. Die Häuser sind durchweg schön anzusehen. Im allgemeinen macht Wustrow einen sehr entspannten Eindruck.

Mein letzter Stop ist ein kleines Highlight. Ich besuche die evangelische Kirche. Da gerade der Sonntagsgottesdienst stattfindet, bleibt mir der Blick ins Innere und auf die drei Schiffsmodelle „Deo Gloria“, „Hoffnung“ und „Cristiana“ verwehrt. Schade.
Dafür ist die Aussichtsplattform geöffnet. Vorbei an den drei Glocken geht es auf 18 Meter Höhe. Von hier oben hat man einen guten Rundumblick auf den Bodden, Wustrow und die Ostsee. Der Eintritt kostet 2 Euro p. P.

Aussicht vom Kirchturm in Wustrow
Aussicht von der Kirche in Wustrow

Ahrenshoop und die Kunst

Der lang gestreckte Ort Ahrenshoop macht auf den ersten Blick einen Unterschied zu den anderen Orten. Er wirkt rausgeputzt und etwas mondäner als seine Nachbarn. Jedenfalls kommt es mir an diesem sonnigen Maitag so vor.

Vielleicht ist aber genau das der Grund, weswegen Ahrenshoop seither bei Künstlern beliebt ist. Neben zahlreichen Kunstgalerien bietet der Ort rund um das Jahr allerlei Aktionen rund ums Thema Kunst für die Gäste an. Das Portfolio ist umfangreich: Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Workshops, literarische Abendspaziergänge und und und.

Strand Ahrenshoop
Strand in Ahrenshoop

Ahrenshoop ist beliebt. Das merkt man an den vielen Shops und Läden entlang der Hauptstraße. Ich biege in eine Seitenstraße, um einen Blick an den Strand zu werfen. Der ist wunderschön. Feinpudrig, weißer Sand, Strandkörbe, Dünengras, sanfte Wellen und leichter Wind. Die perfekten Voraussetzungen für einen Tag am Strand. Da ich weder Badesachen dabei habe, noch gewillt bin, im Mai in der Ostsee zu planschen, geht es für mich am Strand entlang bis zum Gemälde von Paul Müller-Kaempff. Er zählt zu den ersten Künstlern, die sich in Ahrenshoop ansiedelten.

Aussichtspunkt auf dem Kunstpfad in Ahrenshoop
Kunstpfad in Ahrenshoop
Reetdachhaus in Ahrenshoop

Sein Bild Blick auf Ahrenshoop von 1890 ist eins der zehn Werke, die ihr auf dem Rundwanderweg Kunstpfad, entdecken könnt. Selbst wenn ihr keine Vollblutkunstliebhaber seid, lohnt sich ein Blick auf die ausgestellten Bilder. Wie ein Tor in die Vergangenheit zeigen sie euch, wie die Orte früher aussahen. Die Unterschiede sind gewaltig!

Ein Tipp: Falls ihr mit dem Auto nach Ahrenshoop fahrt, könnt ihr für 30 Minuten gratis an einigen Parkbuchten entlang der Hauptstraße parken.

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Der Darß – Das Naturparadies zwischen Ostseeküste und Bodden

Im Ort Ahrenshoop beginnt der Darß, der zu großen Teilen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft liegt. Die wilde Ostseeküste und der schöne Darßwald lassen sich bestens zu Fuß oder per Fahrrad erkunden. Aber auch Prerow, Born und Wiek können sich sehen lassen.

Prerow

Klein und schnuckelig ist der kleine Ort Prerow auf dem Darß. Bei meinem ersten Besuch habe ich dort übernachtet und von hier aus die Halbinsel erkundet. So viel gibt es über Prerow nicht zu sagen. Der Ort ist ein typisch, entspannter Küstenort. Trubelig wird es an der Seebrücke. Dort reihen sich die Restaurants und Souvenirshops bis zur riesigen Baustelle des neuen Jachthafens.

An der Seebrücke bei Prerow
Souvenirläden und Restaurants kurz vor der Seebrücke in Prerow

Darßer Türen

Beim ersten Besuch hatte ich es nicht auf dem Schirm, beim zweiten Besuch war das Darß-Museum geschlossen. Wenn ihr meinen Blog etwas verfolgt, dann wisst ihr, dass ich ein heimlicher Museumsliebhaber bin. Aber gut. Immerhin gibt es etwas traditionelles für alle Besucher zu sehen: Die Darßer Türen. Haltet auf der gesamten Halbinsel ruhig ab und an die Augen nach diesen schick verzierten Haustüren offen. Ihr werdet viele entdecken. Manche Elemente wiederholen sich oft. Die aufgehende Sonne z. B. steht für eine glückliche Rückkehr der Seeleute.

Darßer Tür
Darßer Tür

Darßwald

Der Darßwald ist ein wahres Schmuckstück von Wald. Dichte Buchenhaine wechseln sich ab mit urigen Erlenbrüchen. Hier macht Wandern und Radfahren richtig Spaß. Kein Wunder, dass im Darßwald immer Leute unterwegs sind. Die meisten von ihnen zieht es zum Rundwanderweg Darßer Ort.

Radtour im Darßwald
Radtour im Darßwald
Darßwald
Erlenbruch im Darßwald

Rundwanderweg Darßer Ort

Aussichtspunkt Rundwanderweg Darßer Ort
Blick vom Aussichtsturm
Darßer Ort Rundwanderweg
Rundwanderweg Darßer Ort

Der Rundwanderweg ist ca. 4 Kilometer lang. Start- und Endpunkt ist der markante Leuchtturm Darßer Ort. Ab hier führt euch der Weg über Holzstege und sandige Pfade an zahlreichen Aussichtsplattformen und wunderschönen Landschaften vorbei. Wacholder, Kiefern und Dünengräser sind eure ständigen Begleiter und machen den Weg schön abwechslungsreich. Selbst die Rothirsche, die hier im Nationalpark leben, lassen sich tagsüber blicken.

Rundwanderweg Darßer Ort
Dünenlandschaft auf dem Rundwanderweg Darßer Ort

Das letzte Stück des Weges verläuft am Strand mit bestem Blick auf die Windflüchter und den Leuchtturm Darßer Ort. Im Leuchtturm selbst befindet sich eine Außenstelle vom Meeresmuseum Stralsund. Zusätzlich habt ihr die Option, auf die Aussichtsplattform des Leuchtturms zu steigen und die Landschaft aus der Vogelperspektive zu erkunden.

Leuchtturm Darßer Ort
Leuchtturm Darßer Ort
Windflüchter an der Ostseeküste
Windflüchter an der Ostseeküste

Bei meinem Besuch am Himmelfahrtswochenende war dermaßen viel los, dass ich darauf lieber verzichtet habe. Trotzdem finde ich den Weg super. Ihr solltet ihn euch nicht entgehen lassen.

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Zingst – Zwischen Tourihotspot und naturbelassener Landschaft

Der östlichste Teil der Halbinsel trägt den gleichen Namen wie die hier einzige bewohnte Gemeinde. Zingst ist rundum von Wasser umgeben. Im Norden findet ihr 15 Kilometer wunderschönen Sandstrand entlang der Ostseeküste. Im Süden bieten sich tolle Ausblicke auf den Bodden.

Boddenlandschaft auf Fischland-Darß-Zingst
Boddenlandschaft südlich von Zingst

Ostseeheilbad Zingst

Ich bin einfach mal so frech und behaupte, dass Zingst der Hauptort der Halbinsel ist. Jedenfalls ist er der größte und irgendwie ist es hier immer voll. So richtig bin ich mit Zingt bisher nicht warm geworden. Mir ist es im nördlichen Teil des Ortes zu modern. Ich mag die Boddenseite mit dem kleinen Hafen lieber.

Seebrücke in Zingst
Seebrücke in Zingst
Fußgängerzone in Zingst
Fußgängerzone in Zingst

Radfahren auf Zingst

Ab Zingst könnt ihr mit dem Rad bestens eine riesige Runde entlang der Boddenseite der Halbinsel mit Blick auf die Insel Großer Kirr drehen. Dann verläuft der Rad- und Wanderweg von der Sundische Wiese bis zur Hohen Düne im Inneren der Halbinsel. Da war ich bei meinem ersten Besuch auf Fischland-Darß-Zingst.

Boddenfahrt auf Fischland-Darß-Zingst
Ihr könnt den Bodden auch per Boot erkunden.

Ich habe die Tour noch bestens in Erinnerung. Die ist super, zieht sich aber auf den letzten Kilometern schier endlos dahin. Wenn ihr das macht, dann packt euch Proviant ein und seid darauf gefasst, dass ihr am nächsten Tag höchstwahrscheinlich einen ordentlichen Muskelkater haben werdet.

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Sehenswertes rund um Fischland-Darß-Zingst

Barth – die sagenumwobene Stadt am Bodden

Wenn man in Barth auf dem geräumigen Hafenplatz steht, kommt es einem so vor, als wäre die Stadt in einen Dornröschenschlaf gefallen. Dabei bezweifele ich nicht, dass es in Barth lebhafter zugeht und zuging.

Kirche in Barth
Kirche in Barth
Alte Post in Barth
Alte Post in Barth

Barth bezeichnet sich, neben einigen anderen Städten im Ostseeraum, als Vinetastadt. Vineta soll eine einer sagenhafte Stadt gewesen sein, die bei bei einem Sturmhochwasser versank. Ich stelle mir das versunkene Vineta in etwa wie das Atlantis der Ostsee vor. Hinweise auf Vineta gibt es rund um die Innenstadt verteilt. Hier eine Statue, da ein Museum…

Generell ist die Barther Altstadt einen Besuch wert. Am besten haltet ihr euch an die Schautafeln, die vor wichtigen Gebäuden aufgestellt sind. Dann verpasst ihr nichts.

Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten

Egal ob Danzig in Polen oder Palanga in Litauen: Das Gold des Meeres war und ist der Kassenschlager im gesamten Ostseeraum.

Wenn euer Herz für Bernstein schlägt, dann ist Ribnitz-Damgarten mit seinem Bernsteinmuseum ein perfektes Ausflugsziel.

Marktplatz in Ribnitz-Damgarten
Marktplatz in Ribnitz-Damgarten

Dabei muss ich sagen, dass Ribnitz-Damgarten nicht so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Ursprünglich besteht die Stadt aus zwei Städten. Das heutige Stadtzentrum befindet sich im westlich gelegenen Ribnitz. Damgarten liegt kanpp 4 Kilometer östlich.

Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich die Altstadt im Stadtteil Ribnitz kennengelernt. Ich war am Marktplatz, dem Hafen und am Rostocker Tor.

Rostocker Tor in Ribnitz-Damgarten
Rostocker Tor in Ribnitz-Damgarten
Hafen in Ribnitz
Hafen in Ribnitz

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Fahrräder leihen auf Fischland-Darß-Zingst

Fischland-Darß-Zingst lässt sich am besten mit dem Rad erkunden. Darauf sind die Orte und Bewohner eingestellt. Fahrradverleihshops gibt es hier fast sprichwörtlich so viele wie Sand am Meer. Die Auswahl ist riesig. Vom normalen Citybike, dem Allrounder Mountainbike bis zum Elektrorad habt ihr mehr als genug Auswahl. Selbst Tandems sind im Angebot.

Fahrrad leihen auf Fischland-Darß-Zingst

Die Preise liegen je nach Rad bei 7 Euro aufwärts pro Tag. Ihr bekommt ein Schloss und ein Fahrradkörbchen dazu.

Mein Tipp: Bei Fahrradverleihen, die mehrere Filialen auf der Halbinsel besitzen, ist es meist möglich, das Rad in einem anderen Ort abzugeben. Fragt vorher einfach nach.

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Meine Unterkunft auf Fischland-Darß-Zingst

Ich habe im Landhaus Martens im Dorf Bresewitz übernachtet. Bresewitz liegt nicht auf der Halbinsel, ist aber trotzdem ein toller Ausgangspunkt, um die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zu erkunden. Außer Hotels und einem Restaurant gibt es hier viel Ruhe und Entspannung.

Mit dem Bus kann man gratis zwischen Zingst und Barth hin- und her pendeln. Ansonsten kommt man stilecht mit dem Drahtesel auf die Halbinsel.

Mein Zimmer im Landhaus Martens hat mir gut gefallen. Es war alles da, was man braucht, das WLAN lief bestens und auch sonst kann ich nichts zum Meckern finden. Super ist, dass die Gäste einen Gemeinschaftskühlschrank nutzen können.


Weitere Reisetipps zu Deutschland


Habt ihr Tipps für Fischland-Darß-Zingst?
Verrratet sie mir gerne in den Kommentaren!

6 Kommentare

  1. Martina Kolb sagt

    Hallo Frauke,
    Es ist wirklich traumhaft dort. Obwohl wir in Norddeutschland wohnen, haben wir zum ersten Mal dort eine Woche Urlaub verbracht. Leider hat sich auf deiner Karte ein Fehler eingeschlichen. Born und Wieck wurden vertauscht.
    Viele Grüße

    • Hallo Martina,

      recht hast Du. Da habe ich die beiden Orte vertauscht. 👀🫣
      Lieben Dank, dass Du mich darauf aufmerksam machst. 💐 Ich habe die Karte gleich angepasst.

      Liebe Grüße
      Frauke

  2. Birgit Schliep sagt

    Hallo Frauke, ich mache seit vielen Jahren in Prerow Urlaub. Als Kind in den 60-iger Jahren mit meinen Eltern. Damals sah dort alles noch ganz anders aus. Es gab nicht mal befestige Straßen. In den 80-igern haben wir mit unseren eigenen Kindern auf dem wunderschönen Campingplatz Urlaub gemacht. Und jetzt fahren mein Mann und ich jedes Jahr alleine dorthin. Es ist für nich ein Sehnsuchtsort.

    • Hallo Birgit,
      lieben Dank für Deine Nachricht. Fischland-Darß-Zingst ist auch einfach ein toller Ort um dort seinen Urlaub zu verbringen. Mir hat es bei diesem Besuch auch wieder sehr gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Besuch. Ich wünsche Dir und Deinem Mann weiterhin viele schöne Urlaube auf der Halbinsel.
      Liebe Grüße
      Frauke

    • Hallo May-Britt,
      stimmt, Dierhagen ist nicht dabei. Den Ort zu besuchen habe ich nicht geschafft. Aber beim nächsten Besuch auf Fischland-Darß-Zingst werde ich dort vorbeischauen und es im Blogartikel nachtragen. Wie heißt es so schön: Man soll sich immer etwas für den nächsten Besuch aufheben.
      Viele Grüße
      Frauke

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