Frankreich, Städtereise
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Nîmes Sehenswürdigkeiten, Altstadt & Geheimtipps in Südfrankreich

Nîmes liegt in der südfranzösischen Region Okzitanien und ist nur etwa eine Stunde von der Mittelmeerküste entfernt. Die Stadt zählt zu den bedeutendsten römischen Städten Frankreichs und ist bekannt für ihre beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und ihre gut erhaltene Altstadt.

Welche Sehenswürdigkeiten in Nîmes euch erwarten, zeige ich euch bei einem Stadtrundgang. Außerdem teile ich meine Tipps für Ausflugsziele in der Umgebung sowie für Feste und Veranstaltungen in der Stadt.


Sehenswürdigkeiten in Nîmes

Nîmes gehört zu den spannendsten Städten Südfrankreichs, wenn ihr römische Geschichte erleben wollt. Viele Bauwerke aus der Antike sind hier erstaunlich gut erhalten und prägen bis heute das Stadtbild.

Im Folgenden zeige ich euch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Nîmes, die ihr bei einem Besuch auf keinen Fall verpassen solltet – von weltberühmten Bauwerken bis zu kleineren Highlights im Stadtzentrum.

Fontaine Pradier

Mein Rundgang beginnt an einem Nachmittag im August am Hauptbahnhof. Von hier aus führt euch die breite Fußgängerallee (die Avenue Feuchères) zur Esplanade Promenade Charles de Gaulle. Den riesigen Springbrunnen – Fontaine Pradier – seht ihr schon von Weitem und geht geradewegs darauf zu.

nimes fontaine pradier und eglise sainte perpetue
Fontaine Pradier und die Kirche Sainte Perpétue

Sobald ihr vor der Fontaine Pradier steht, rückt schon das nächste Highlight in den Blickwinkel und lässt den Brunnen und die Kirche Sainte Perpétue komplett verblassen.

Arènes de Nîmes

Das Amphitheater erinnert mich sofort an das Kolosseum in Rom und ich denke an Gladiatorenkämpfe und daran, dass eine Besichtigung hier wesentlich stressfreier wäre, als im wohl bekanntesten Kolosseum von Italien eine Eintrittskarte zu ergattern.

Das wäre echt keine schlechte Idee, denn die Arènes de Nîmes, so nennt sich dieses Schmuckstück, wurde zwischen 90 und 120 n. Chr. entsprechend dem römischen Kolosseum nachgebaut. Es zählt heute zu den besterhaltenen Kolosseen der Welt und gehört zu den Hautsehenswürdigkeiten der Stadt.

Vor dem Nîmer Kolosseum geht es ruhig zu: weit und breit entdecke ich keinen verkleideten Gladiator vor dem antiken Theater, dafür kleine Souvenirstände und die lebensgroße Skulptur eines Torero.

Kolosseum in Nimes
Arènes de Nîmes – die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt

Moment mal … ein Torero in Frankreich – was ist hier los?

Für Unterhaltung und Kämpfe wird die Arènes de Nîmes seit der Antike genutzt. Seit 1863 haben die Toreros das Kolosseum übernommen. Jedes Jahr finden mehrere Großveranstaltungen rund um die Stierkämpfe statt, wie z.B. die Feria de Pentecote um Pfingsten.

Maison Carrée

Das Kolosseum ist nicht der einzige gut erhaltene römische Bau, den Nîmes sehenswert macht.

Das Maison Carre in Nimes
Maison Carrée in Nîmes

Der ehemalige Tempel Maison Carrée hat sich, bis auf kleine Renovierungsarbeiten, äußerlich kaum verändert. Der Innenbereich wurde dagegen zeitweise sogar als Stall umfunktioniert. Heute wird hier ein 20-minütiger Film über die Entstehung Nîmes in Dauerschleife präsentiert.

Frontansicht vom Maison Carre in Nimes

Das Krokodil-Wappen von Nîmes

Auch wenn ich erst seit kurzer Zeit in Nîmes unterwegs bin, fällt mir eine Sache sofort immer wieder auf: das an einer Palme gekettete Krokodil. Es ist das berühmte Stadtwappen von Nîmes und hat seinen Ursprung in der römischen Geschichte der Stadt. Es erinnert an den Feldzug der Römer nach Ägypten und ist bis heute das wichtigste Symbol von Nîmes.

In der ganzen Stadt werdet ihr diesem Krokodil immer wieder begegnen: auf Gullydeckeln, Brunnen, Straßenpollern, Skulpturen, Hausfassaden, im Fußballstadion, als Streetart oder sogar in kleinen architektonischen Details.

Jardins de la Fontaine & Tour Magne

Mein nächstes Ziel sind die Jardins de la Fontaine. In diesem 15 Hektar großem Stadtpark prallt römische Architektur auf geballte, französische Gartenkunst.

Quai de la Fontaine in Nimes
Quai de la Fontaine in Nîmes

Hinter dem schmuckvollen Eisentor am Haupteingang ist von Gartenkunst noch nicht viel zu sehen. Ein weitläufiger Weg, gesäumt von Platanen und Statuen erstreckt sich bis zur gewaltigen Brunnenanlage und dem Tempel der Diana. Oberhalb der Anlage beginnt der botanische Teil des Parks.

Ich war erst am späten Nachmittag vor Ort und hatte fast den gesamten Park für mich allein. Zu dieser Zeit war die Stimmung besonders ruhig und angenehm.

Jardins de la Fontaine Brunnenanlage
Brunnenanlage im Jardins de la Fontaine - Nimes
Allemal Sehenswert: die Brunnenanlage im Jardins de la Fontaine


Welchen Weg ihr ab hier einschlagt um den Tour Magne zu erreichen ist egal. Fakt ist, dass ihr nicht um den Aufstieg auf den 114 Meter hohen Mont Cavalier drumrum kommt. Letztendlich ist der Weg nicht so anstrengend – unterwegs gibt es so viele schöne Parkansichten, da legt man automatisch genug Pausen ein und kommt ganz entspannt oben an.

Parkansicht im Jardins de la Fontaine
Grotte im Jardins de la Fontaine - Nimes

Der Tour Magne ist der größte Turm der einstigen Stadtmauer Nîmes. Wenn ihr während der Öffnungszeiten hier seid, lasst euch die Chance nicht nehmen und besucht den Turm. Von oben aus hat man einen tollen Blick über die Stadt bis hin zu den Cevennen.

Mein Tipp: Der Eintrittspreis ist vergleichsweise überschaubar und damit eine der günstigeren Sehenswürdigkeiten in Nîmes. Beachtet außerdem, dass die Öffnungszeiten je nach Saison variieren. Informiert euch am besten vor eurem Besuch oder schaut auf der offiziellen Website nach den aktuellen Zeiten und Kosten.

Der Tour Magne in Nimes
Der Tour Magne

Église Saint-Baudile und Porte d’Auguste

Langsam geht die Sonne unter und ich mache mich auf den Weg zurück in die Innenstadt. Diesmal nehme ich die Seitenstraßen entlang des Boulevard Gambetta zur Église Saint-Baudile de Nîmes.

Nimes Porte d'Auguste
Antike Sehenswürdigkeit Porte d’Auguste
Sehenswürdigkeit Porte d'Auguste in Nimes

Die Sehenswürdigkeit Porte d’Auguste habe ich nicht auf dem Schirm und stehe total fasziniert vor den antiken Steinen, hinter dem Wohnhäuser aufragen.

Das Gelände ist umzäunt, aber gut einsehbar.

Auf die Idee, dass das mal ein Stadttor war, komme ich nicht. Dabei sind die vier Torbögen ein Wink mit dem Zaunpfahl – zwei große für die Wagen, zwei kleinere waren für Fußgänger.

Was ich auch erst später lerne: Die Stadttore waren eine Schenkung von Augustus. Ihm zu Ehren steht die Bronzestatue hier.

Der Krokodilbrunnen am Place du Marché

Im letzten Sonnenlicht erreiche ich die Kathedrale von Nîmes. Ich mache ein Foto und gehe weiter, bevor es zu dunkel wird. Die schmalen Straßen sind menschenleer, die Bistros und Geschäfte haben schon geschlossen.

kathedrale von Nimes
Innenstadtansicht Nimes
Innenstadt Nimes
Krokodilbrunnen am Place du Marche in Nimes

Am Place du Marché dagegen sind alle Restaurants rappelvoll und keiner hat einen Blick für den Krokodilbrunnen übrig.

Mein Tipp: Das berühmte Stadtwappen mit dem an eine Palme geketteten Krokodil begegnet euch in Nîmes überall – auf Gullydeckeln, Straßenpollern, Brunnen, Skulpturen, im Fußballstadion, als Gehwegbegrenzung, Türverzierung oder Streetart. Achtet beim Spaziergang durch die Stadt bewusst auf diese kleinen Details – sie machen Nîmes besonders wiedererkennbar.

Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Kolosseum, wo ich am frühen Nachmittag meinen Rundgang begonnen habe.

Kolosseum in Nimes bei Nacht

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Stadtfeste in Nîmes

Festival de Nîmes

Der Juni-Juli gehört dagegen dem Festival de Nîmes: Musiker wie z. B. die Foo Fighters, Metallica und französische Künstler wie Angèle geben sich hier das Mikrofon in die Hand.

Jeudis de Nîmes

Die Spätsommermonate Juli und August gehören den „Jeudis de Nîmes“. Jeden Donnerstagabend bauen Marktverkäufer ihre Stände an verschiedenen Plätzen der Stadt auf und bieten Wein, Bücher, Kunsthandwerk oder lokale Produkte an.

Musik kommt auch nicht zu kurz und da ist es ganz egal, ob ihr lieber zur Orgelmusik entspannt oder beim Rock’n’Roll die Beine schwingt. So vielseitig wie die Märkte sind auch die Musikveranstaltungen an den Abenden. Die „Jeudis de Nîmes“ kommen so gut an, dass es sie bereits seit über 25 Jahren gibt.

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Sehenswürdigkeiten rund um Nîmes

Als Tagesausflug ist Pont Du Gard kein Geheimtipp mehr. Boutiquen, Restaurants, eine Ausstellung, Badestrand und Kanuvermietungen lassen keine Wünsche offen. Das 2000 Jahre alte Aquädukt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist einfach sehenswert. Euer Auto könnt ihr an einem der bewachten Parkplätze abstellen. Mein Tipp: Plant für einen Besuch auf jeden Fall ausreichend Zeit ein.

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Hoteltipp in Nîmes

Ich war nur einen Tag in Nîmes. Da musste eine Unterkunft her, die so zentral wie möglich liegt und einen Parkplatz hat.

Die Wahl fiel auf das 2-Sterne-Hotel ibis budget Nîmes Centre Gare. Was soll ich groß dazu sagen. Die Zimmer sind sauber, alles Notwendige ist vorhanden, das Parkhaus kostet 10 Euro pro Tag und ihr seid gerade mal 800 Meter vom Zentrum und seinen Sehenswürdigkeiten entfernt. Mir reicht das für eine Nacht.

Wer mehr Komfort möchte ist mit dem 3-Sterne-Hotel ibis Styles Nîmes Gare Centre gut beraten. Das ist schicker und besser ausgestattet, bietet ein kostenfreies Frühstück und einen gratis Parkplatz. Dafür ist es etwas teurer.

Wäre ich länger in Nîmes geblieben, hätte ich sicher das bevorzugt.
Da sich beide Hotels ein Gebäude teilen seid ihr ebenso schnell in der Stadt.

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4 Kommentare

  1. Sébastien sagt

    I’m Sommer gibt es die sogenannten Jeudi de Nîmes. Jeden Donnerstag ist die Stadt rappel voll. Überall Musik und kleine Stände von Künstlern aus der Region. Lohnt sich.

    • Hallo Sébastien,

      die Jeudi de Nîmes kannte ich bisher nicht, aber es klingt nach einer guten Veranstaltung. Ich hab sie gerade recherchiert und werde sie in den Artikel einbauen.

      Bei meinem Besuch in Nîmes hab ich sie um ein paar Wochen verpasst. Mal sehen, ob’s beim nächsten Mal klappt.

      Besten Dank für den Tipp.

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